Samstag, 16. Juni 2007
Schluss-Bemerkung
mit Interesse habe ich Ihre beiden letzten Post (Bring- und Hol-Aktion, sowie SOL) gelesen, die sehr überzeugen.
Sie haben viel von der Komplexität der Verpackungsthematik erfasst.
Ich hoffe, dass Ihnen durch das Führen dieses Blogs viel bewusst geworden ist und dass Sie in Ihrer späteren Schulpraxis zunehmend Wege finden, Ihre Schüler/innen zu einem nachhaltigen Denken und Handeln hinzuführen.
Ihnen herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Ich bin gespannt auf den Abschluss am Montag und die Rückmeldungen.
Zum Abschluss des Studiums und für Ihre Diplomprüfungen wünsche ich Ihnen alles Gute
Ganz herzlich
Adrian Müller Dozent MU
Sonntag, 10. Juni 2007
Handeln in einer konsumierenden Welt
„Verändern sich die Bedürfnisse und Handlungsbedingungen eines Menschen, verändert sich als Folge davon auch sein Verhalten in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung seines Lebensumfeldes.“
Unser schulrelevanter Konsumaspekt:
Verpackung von Lebensmitteln
1. zentrale Fragestellungen:
- Wie kann man Verpackungen trennen?
- Ursachen/ Entsorgung/ Recycling?
- Auswirkungen von Verpackungen? Teuerung von den Produkten (Migros- Budget, Prix
Garantie)
- Wieso braucht es Verpackung? Werbung/ Schutz, Informationsangabe! Hygiene,
Transport…
- Was wäre die ideale Verpackung im Bezug auf die nachhaltige Entwicklung? Marketing
- Wie verpacke ich meinen Znüni? Tupperware/ Seckli?
2. Worin liegt die Betroffenheit für uns persönlich?
Die Abfallentsorgung ist ein grosses Thema in der Öffentlichkeit. Auch in der Schule, sei es an der Pädagogischen Hochschule, als auch an anderen Primarschulen, begegnen wir dieser Aktualität. Wie kann ich einen Apfel an der Pädagogischen Hochschule richtig entsorgen? Wo gehören die Pet- Flaschen hin? Letztens ergab sich für eine Studentin von uns ein solches Problem. Eigentlich wollte sie eine Pet- Flasche richtig beseitigen, ein Pet- Kübel war aber weit und breit nicht in der Nähe. Sie musste die Flasche in einen normalen Abfalleimer werfen. Somit handelte sie gegen ihre innere Überzeugung. Wir wollen nämlich nachhaltig wirken und es ist uns ein Anliegen, dass genau solche Aspekte in der Schule angesprochen und umgesetzt werden.
Nicht nur die Entsorgung, sondern auch die übermässigen Verpackungen sind grosse Themen in unseren Diskussionen. Wieviel Mitspracherecht haben wir? Was können wir gegen die überdimensionalen Verpackungen tun? In unserer Vertiefung haben wir über den hochaktuellen und brisanten Schoggi- Cailler- Fall diskutiert. Wir fragten uns: kann der Schoggi- Cailler- Fall wieder einmal eintreten? Haben unsere Einsprachen diese Veränderung bewirkt?
3. Analyse der Bedürfnisse
- Hygiene
- Ansprechende Verpackung, Design
- Transportsicherheit/ Schutz des Produktes
- Information zum Produkt
- Qualität des Produktes
- Praktisches Handling, Handlichkeit
- Leichte Verpackungsmaterialien
4. Handlungsbedingungen
- Produkte im Supermarkt: verschiedene/ beschränkte Angebote im Sortiment
- Preis
- Nicht- Wissen
- Abhängigkeit von Marketing
- Qualität
5. Fachliche Aufarbeitung
Verpackungen
Steigender Verpackungsaufwand als Folge unserer Lebensweise
Seit Urzeiten setzen die Menschen zur Werterhaltung ihrer Waren spezifische Verpackungen ein. Es war ganz selbstverständlich, dass insbesondere Lebensmittel verpackt wurden, um sie zu transportieren, zu lagern und vor Verderbnis zu schützen. Erst die gesellschaftlichen Veränderungen in der jüngeren Zeit, insbesondere der Trend zur Kleinfamilie oder zum Einzelhaushalt, die Abnahme des Selbstversorgungsgrades des einzelnen, das Auseinanderreissen von Arbeits-, Wohn und Einkaufsort und der erhöhte Lebensstandart der Bevölkerung hat die Selbstverständlichkeiten früherer Zeiten zu einem Problem- einem Abfallproblem- werden lassen. Die gesellschaftlichen Veränderungen brachten auch ein verändertes Konsumverhalten mit sich, verbunden mit einer stetig steigenden Verpackungsflut im Abfall. Verpackungen sind mit einem Anteil von rund einem Drittel mengenmässig ein wichtiger Bestandteil im heutigen Siedlungsabfall. Gefordert sind deshalb Anstrengungen von allen Seiten zur Reduktion von Abfall-, insbesondere auch des Verpackungsberges.
Sensibilisierung für die Verpackunsproblematik
Jede Verpackung bedeutet für die Umwelt eine Belastung. Trotz den mit den Verpackungen verbundenen Umweltbelastungen ist es aber keineswegs so, dass überall darauf verzichtet werden könnte. Eine differenzierte Betrachtung der Verpackunsproblematik drängt sich daher auf.
Ökologische Beurteilung von Verpackungen
In jüngster Zeit wurde die Ökobilanz als ein nützliches Hilfsinstrument geschaffen, um den Streit um die umweltverträglichste Verpackung auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen und zu „objektivieren“. Auf dieser Erkenntnisgrundlage sind viele Verpackungen materialtechnisch optimiert worden. Ökobilanzen können zudem interessierten Konsumierenden helfen, aus ökologischer Sicht die richtigen Entscheide zu treffen, falls für ein Produkt mehrere Verpackunsvarianten zur Verfügung stehen. Anhand von verschiedenen Verpackungen für Coca- Cola kann beispielsweise exemplarisch gezeigt werden, wie eine Ökobilanz gemacht wird.
Gesetzlicher Rahmen für Verpackungen
Die Rahmenbedingungen für Verpackungen sind durch verschiedene Gesetze und Verordnungen gegeben:
- Das Umweltschutzgesetz USG: Der Bundesrat hat die Möglichkeit, den Stofffluss von Verpackungen einzuschrängken. So kann er die Verwendung von Verpackungen für Massengüter verbieten oder an Bedingungen knüpfen, wenn sie zu unverhältnismässigen Abfallmengen führen, oder die Verwertung von Abfällen erheblich erschweren.
- Das Lebensmittelgesetz: lebensmittelhygienische Anforderungen (Herstellung, Behandlung, Verzehr von Lebensmitteln
- Verordnung über Geträndeverpackungen: regelt die Abgabe und Rücknahme von Getränkeverpackungen für den Inlandverbrauch.
Funktionen der Verpackung
Bei Getränken ist eine der vielen Verpackungsfunktionen offensichtlich und zugleich unabdingbar: das Packgut, die Flüssigkeit, muss zusammengehalten werden. Die Verpackung ist aber keine Erfindung der Menschheit. Auch in der Natur gibt es zahlreiche verpackte Produkte. Die klassische Urform von Verpackungen ist die Eisschale. Heute werden an Verpackung vielfältige Anforderungen gestellt, wie:
- Schutz (Schutz des Inhalts/ Schutz des Menschen und der Umwelt)
- Logistig (Transport- und Lagerfähigkeit)
- Marketing (Produktionsinformation, Verpackungsinformation, Werbung, Handhabung)
- Wirtschaftlichkeit
- Umweltverträglichkeit
Verpackung und Umwelt
Jede, auch die kleinste Verpackung belastet die Umwelt. Das trifft für Mogelpackungen genauso zu, wie für ökologisch und ökonomisch optimierte Verpackungen, Aus diesem einfachen Grunde sind sind überflüssige Verpackungen zu meiden. Um ein Mass für die Umweltbelastungen zu erhalten, müssen die verwendeten Packstoffe bekannt sein (Packstoffe: Glas, Aluminium, Kunststoffe, Papier, Karton, Wellpappe, Stahlblech, etc.)
Kunststoff
Missgeschick führt zur Gummi-Herstellung
Die Entdeckung, dass wabbeliger, instabiler Naturkautschuk mit Hilfe von Hitze und Schwefel in stabil-elastisches Gummi verwandelt werden kann, wird dem amerikanischen Erfinder Charles Goodyear zugeschrieben. Er mixte angeblich flüssiges Latex mit Schwefel, und hoffte so die Haltbarkeit des Materials zu verbessern. Durch ein Missgeschick verschüttete Goodyear die Mischung auf die Ofenplatte. Siehe da, das erste Stück Gummi war hergestellt. Damit stand zum ersten Mal ein künstliches, aber noch nicht synthetisches Material zur Verfügung.
Erfindung des vollsynthetischen Kunststoffs
Erst im zwanzigsten Jahrhundert gelang die Herstellung eines richtigen Kunststoffes, der ganz ohne pflanzliche oder tierische Rohstoffe auskommt.
Der Erfinder und Tüftler Baekeland ging daran, aus einer ölig-harzigen Masse einen harten, nicht schmelzenden, bernsteinähnlichen Rückstand herzustellen. Er nannte den Kunststoff nach seinem Namen „Bakelit“ und meldete sein Verfahren 1907 zum Patent an. Bis jedoch die ersten Bakelit-Produkte auf den Markt kamen, dauerte es noch mehr als zehn Jahre. Das Problem war, dass Bakelit spröde war und ohne Zugabe von Sägemehl, war er sehr zerbrechlich. Die feinen Holzfasern verstärkten den harten, jedoch leicht zerbrechlichen Kunststoff.
Diese Erfindung führte zu einer regelrechten Bakelitflut in den USA. Es war nicht nur für die Bedürfnisse der aufstrebenden Automobil- und Radioindustrie ein geradezu massgeschneidertes Material. Telefone, Knöpfe, Schalter, Lampen, Spulenkörper, Messergriffe, Radio- und Uhrengehäuse und vieles anderes mehr wurde hergestellt.
Kunststoff im Abfall
Rund ¾ der Kunststoffabfälle finden sich im Siedlungsabfall und machen dort einen Anteil am gesammten Abfall von etwa17% - 18% aus. Weitere 100'000 Tonnen enden in Bauabfällen und nur 50'000 Tonnen (ca. 8%) werden recycelt. (vgl. Schuldirektion Stadt Bern, Unterrichtshilfe Abfall Plastik, S. 2ff.)
Ein spezieller Kunststoff – Pet
Wenn ich die Flaschen sammeln würde, die ich während einer Woche verbrauche, würde ich bestimmt auf 7 Flaschen kommen. Die Pet-Sammlung ist sehr sinnvoll. Wer kennt das nicht? Grundsätzlich entsorge ich die Flaschen immer in den vorgesehenen Pet-Kontainern. Aber dann bin ich im Zug, in der Schule und der nächste Pet-Sammelbehälter ist nicht in der Nähe. Na dann werfe ich die Flasche doch mal schnell in den gewöhnlichen Abfall.
Dabei gibt es in der ganzen Schweiz 42'000 Sammelbehälter. Rund 72% aller gekauften Flaschen landen in einem Sammelbehälter und werden recycelt.
Per Gesetz ist der Schweizer Detailhandel verpflichtet, PET-Getränkeflaschen zurückzunehmen. Noch positiver als das finde ich, dass 15'000 freiwillige Sammelstellen in Betrieb sind und das Netz weiterhin ausgebaut wird.
Der Pet-Recycling Bereich wird laufend ausgebaut, was sehr erfreulich ist.
PET ist ein ökologisch hochwertiger Wertstoff
PET ist zu 100 Prozent schadstofffrei rezyklierbar
Die Ökobilanz wird durch die Wiederverwertung der PET-Getränkeflasche gesteigert
Mit dem geschlossenen Kreislauf (Bottle-to-Bottle-Recycling) kann zur Herstellung einer PET-Getränkeflasche 60 Prozent Energie gespart werden
PET-Einwegflaschen und Glas-Mehrwegflaschen sind in der Ökogesamtbilanz gleichwertig. Dabei ist weniger das Material entscheidend als die Umlaufzahlen und die Recyclingquoten (http://www.petrecycling.ch/index.cfm?rub=250)
Branchenorganisation PET-Recycling Schweiz
Die Branchenorganisation PET-Recycling Schweiz wurde 1990 gegründet. Sie befasst sich seit In-Kraft-Treten der Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) mit der Sammlung von PET-Getränkeflaschen. Heute stellt diese Organisation ein gesamtschweizerisches Entsorgungsnetz für PET-Getränkeflaschen zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine Branchenlösung und ist auf freiwilliger Basis.
Wieso wurde dieses PET-Recycling freiwillig erstellt? Die Verwertungsquote, die das eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) festgesetzt hat, liegt bei 75%. Bei Nichterreichen dieser Verwertungsquote könnte die UVEK ein Pfand auf PET-Getränkeverpackungen einführen. Die wollte die Branchenorganisation PET-Recycling Schweiz vermeiden.
Innerhalb von fünfzehn Jahren konnte die Recyclingquote von PET auf 78 Prozent gesteigert werden. Dieses Resultat übertrifft sogar das Ergebnis der Zeitungssammler und auch im Vergleich mit dem Recycling von Glas (91 Prozent) beeindruckend diese Ergebnis. (vgl. http://www.petrecycling.ch)
Kompost
In den natürlichen Reststoffen stecken Rohstoffe, welche dem Boden durch die Pflanzen entzogen wurden. Um die Bodenfruchtbarkeit aufrecht zu erhalten, müssen ihm diese in gleicher Weise wieder zugefügt werden, um die Fruchtbarkeit aufrecht zu erhalten. Dies kann durch Kompost, Jauche, Klärschlamm und Kunstdünger geschehen. Durch das Kompostieren der organischen Reststoffe kann dieser Nährstoffkreislauf wieder geschlossen werden und wichtige Nährstoffe werden nicht einfach so verschleudert.
Verminderung des Abfallberges
Rund 22% der Siedlungsabfälle sind organisches Material. Obwohl diese kompostierbar wären, wird immer noch ein grosser Teil verbrannt oder deponiert. Zudem gehen durch Verbrennung und Deponien grosse Mengen wertvoller Rohstoffe verloren.
Was geschieht im Kompost – Der Rottverlauf
Abbauphase
In der ersten Phase, der Abbauphase übernehmen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) einen ersten Abbau der Inhaltsstoffe. Die Temperatur kann während dieser Zeit im Inneren des Komposthaufens 60 – 70 Grad erreichen. Je grösser und je idealer die Mischung in der Kompostmiete ist, desto stärker erwärmt sich das Material. Idealtemperatur ist 65C.
Umbauphase
Wenn die leicht abbaubaren Stoffe zersetzt sind, sinkt die Temperatur im Komposthaufen. In der Umbauphase gibt es andere Bakterien und Pilze, welche den weiteren Abbau vornehmen. Dadurch, dass man die Miete umbaut, gelangt noch nicht abgebautes Material ins Innere der Miete und der Abbauprozess wird noch einmal aktiviert und somit steigt auch die Temperatur nochmals an.
Aufbauphase
Hat die Kompostmiete mehr oder weniger wieder die Umgebungstemperatur erreicht, besorgen grössere Destruenden wie Würmer, Springschwänze, Milben, Asseln usw. den Abbau der restlichen Stoffe. Während dieser Abbauphase ist ein großer Volumenverlust festzustellen, ca. 40% - 50%.
Stabilisierungs- und Reifephase
Die Humusbildung und Mineralisierung werden abgeschlossen und die Würmer verlassen die Miete. Lockere und krümelige Struktur deuten auf den Abschluss des Reifeprozesses hin. (vgl. Schuldirektion Stadt Bern, Unterrichtshilfe Abfall Kompost, S. 3ff.)
6. Mögliches Umsetzungskonzept für eine 3. Klasse
Anlegen eines Schulkomposts
Bevor wir das Thema „Kompost“ bearbeiten, führen wir eine Präkonzepterhebung anhand eines Fragebogens durch.
Mögliche Fragen:
Was ist ein Kompost?
Habt ihr zu Hause einen Kompost?
Benützt ihr den Kompost?
Was ist der Sinn/ Zweck eines Komposts?
Wo findet man einen Kompost?
Theorie:
- Lernziele des Projekts den Kindern schriftlich abgeben
- Gruppenarbeit zu verschiedenen Bereichen des Themas Kompost (Zweck des Komposts? Was gehört in den Kompost? Empirisches Projekt „ Wer hat alles einen Kompost?“): à Kurze Referate in der Klasse über das gewählte Thema
- Zusätzliche Inputs und Arbeitsblätter zum Thema
- Aufbau eines Komposts zeigen -> anhand eines realen Komposts und Bildern
Praktische Umsetzung:
- Planung eines Schulkomposts: Material, Kosten, Standort, Werkzeug, Arbeitsverteilung -> K. sollen sich in einem Gebiet vertiefen.à der ganze Prozess wird von den Kindern organisiert! (Briefe mit Schulleitung; Kostendeckung; Material kaufen; Zeitplanung)
- Aufbau des Komposts mit Unterstützung der Lehrperson
- Anschliessende Betreuung abklären
Auswertung des Projektes und Bezug zum alltäglichen Leben schaffen
- Information an das ganze Schulhaus anhand eines Kompostfestes und einer dazugehörenden Präsentation in den Klassen. (Umgang)
- Einladung an die Eltern zum Kompostfest -> Info an die Öffentlichkeit
- Theoriebezug: Wie kann ich das Erlernte im alltäglichen Leben umsetzen?
- Zielüberprüfung durchführen
- Feedback von den Kindern einfordern über das Projekt
7. Überprüfung des Umsetzungskonzept
Folgende Punkte werden in unserer Umsetzung umgesetzt:
Fokus Kind:
- Kindsgemässheit: Das Thema entspricht dem Lebensbereich des Kindes.
- Lebensnähe: Jedes Kind ist oder wurde schon einmal mit einem Kompost konfrontiert
- Gegenwarts- & Zukunftsbezug: Jedes Kind wird einmal in der Zukunft mit der Thematik des Komposts konfrontiert.
Fokus Sache:
- Sachgemässheit: Es entspricht der Grundfragestellung und ist somit sachgemäss.
- Multiperspektivität: Das Thema spricht verschiedene Perspektiven an: Die biologische, ethische, technische, religiöse und kulturelle Perspektive.
- Vernetzung: Der Kompost kann mit verschiedenen Aspekten vernetzt werden (Entsorgung von Obst, Gemüse -> Humus -> fördert das Pflanzen-/ Gemüsewachstum). Durch das Kompostieren können wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
- Wert- & Sinnorientierung: Durch die produktive Auseinandersetzung mit dem Thema, sehen die Kinder, dass es Sinn macht, Gemüse etc. zu kompostieren! -> durch den Kompost entsteht sehr nährreicher Humus, welcher wieder verwendet werden kann.
Fokus Lernen:
- Exemplarizität: Durch den Aufbau des Komposts lernen die Kinder die Thematik anhand eines Exempels kennen und anwenden.
- Handlungsorientierung: Durch das aktive Errichten eines Schulkomposts, können die Kinder tatkräftig einbezogen werden.
- Originale Begegnung, Realanschauung: Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema (Aufbau eines Kompostes), wird die Realanschauung gewährleistet.
- Prozess- & Ergebnisorientierung: Ziel ist es einen Komposthaufen zu errichten.
à Die Unterrichtsumsetzung erfüllt die Kriterien der Mensch & Umwelt- Kriterien
8. Literaturangaben
„Unterrichtshilfe Abfall“, Schuldirektion der Stadt Bern, Bernet Verlag, 1996
„Abfall und Recycling“, 1984, Herausgeber: Aktion Saubere Schweiz, Zürich
http://www.so.ch/de/pub/departemente/bjd/afu_home/0300_private/0304_schule/0304d_abfall.htm
http://www.abfallunterricht.ch/
http://www.visumsurf.ch/schule/vs_abfall.html
http://abfall.umweltunterricht.ch/publikationen.php
Montag, 4. Juni 2007
Bring- Hol- Aktion
Eigentlich fiel es uns sehr leicht, fünf Sachen zu finden, die wir nicht mehr nutzen. So viele Sachen besitzen wir, die für uns nicht mehr aktuell sind. Beim konkreten Auswählen kam uns jedoch oft der Gedanke: ach, aber das brauche ich doch vielleicht trotzdem noch? Möchte ich das überhaupt abgeben? Erinnerungen, die mit dem Gegenstand verbunden sind, kamen hoch. Noch kurzem In- uns- gehen packten wir die Sachen für die Tauschbörse aber ein. Die Idee des Tauschmorgens haben wir auch unseren Familien bekannt gegeben. So haben sie auch einige Gegenstände dafür entbehrt.
2. Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?
- brauche ich nicht mehr
- ist für mich nicht mehr aktuell
- ist für mich nicht essentiell
- kann ich entbehren
- mit wenig emotionalem Wert
- hat wenig finanziellen Wert
- braucht wenig Platz (Transport J)
3. Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?
Da wir nach den obenstehenden Kriterien auswählten, fiel es uns leicht die gewählten Sachen abzugeben. Wir konnten uns zudem auf diese Tauschaktion vorbereiten und wir wussten, was uns erwartet. Weil wir wussten, dass wir jemand anderem ein Lächeln auf das Gesicht zaubern könnten, war es uns ein leichtes Entbehren. Ausserdem freuten wir uns auch sehr, einige Schnäppchen der anderen Studis zu ersteigern.
Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?
Wir freuten uns über die Vielzahl der spannenden Gegenstände. Es löste in uns Neugier, Kauffieber, Ramschstimmung und Lust auf Neues aus. Wir fragten uns, wieso jemand diesen Gegenstand nicht mehr braucht, welche Geschichte dahinter steckt und wie einige Sachen überhaupt funktionieren. Bei einigen Gegenständen fragten wir uns, wieso jemand so etwas weggeben kann, wo es doch wunderbar funktionstüchtig ist. Wir hätten einige Sachen vielleicht nicht abgegeben. Einige Sachen waren für uns Ramsch, den wir nie mitgenommen hätten.
4. Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?
Es spielt uns keine grosse Rolle, dass einige Gegenstände nicht mitgenommen wurden, da wir uns schon zuvor von den erwähnten emotional getrennt haben. Einige Gegenstände haben bei den Studis keinen Anklang gefunden, wobei die Gegenstände nun ja in ein Brockenhaus kommen, wo sie einen anderen Interessenten/ eine Interessentin begeistern können. Wir freuen uns, dass die Gegenstände einem späteren Besitzer nützlich sein können und Freude bereiten.
5. Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum? (Es gibt für beides gute Gründe)
Wir haben mehr mitgebracht als mitgenommen. Obwohl finanziell gesehen der Wert der mitgebrachten Gegenständen grösser war als der Wert der erstandenen Gegenstände sind wir mit den neuen Gegenständen zufriedener als mit den alten. Die „Neuheit“ der Gegenstände macht sie für uns attraktiv. So gleicht es sich aus.
6. Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
Eine solche Aktion könnte in ähnlichem Rahmen durchgeführt werden. Die Regeln müssen jedoch mit den Kindern im vornherein ganz klar abgemacht werden (es dürfen nur 5 Gegenstände mitgenommen werden, die Gegenstände müssen sauber, funktionstüchtig und gut sein, etc.). Das Problem sehen wir darin, dass die schnelleren Kinder die attraktiveren Gegenstände ersteigern können. Da sollte man als LP darauf achten, dass auch die schüchternen Kinder zum Zug kommen. Alle Kinder müssen am Schluss zufrieden sein. Ansonsten finden wir es ein spannendes Projekt zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung.
Sonntag, 3. Juni 2007
Augen auf und einen kleinen Schritt bewusster leben!
Daraus habe ich eine kleine Textkollage zusammengestellt und diese etwas ergänzt ...
«Wissens-Durst und Verstehens-Hunger» - Selten nehme ich mir die Zeit, mich in die Natur zu setzen, aber heute ... - gemeinsam kommen wir weiter – sogar mit einer Menge Spass – immer dann, wenn ich Impulse bekommen, bin ich sehr motiviert und begeisterungsfähtig – wenn man in der Gruppe etwas unternimmt, ist es viel lustiger und interessanter als allein – die Schule ist die optimale Plattform – Im unserem wilden, gepflegten Garten sitzen, die Farben geniessen, das tausendfältige Grüne, und wissen, das soll, muss es weiter geben - Es siegt meistens die Bequemlichkeit und nicht die Nachhaltigkeit, aber genau hier müssen wir ansetzen – Leben mit Weitblick! – Wenn ich an die Grösse der Welt, dieser Schöpftung denke und an meine Kleinigkeit, und doch ... - «Global denken und lokal handeln» - Auch an Morgen denken! – Sehr beeindruckend, dies Fülle an Impulsen, Ideen, Projekten, Möglichkeiten mit der «Agenda 21» - In die Bergen natürlich – Achtsam zu leben, ist gar nicht so schwer und es ist auch eine Art Hilfe für sich selbst – das hat mich glücklich gemacht und mir ein echt gutes Gefühl gegeben – ich, du, wir, alle – Seid achtsam! – das löst schon ganz viel aus! – einfach genial, diese Natur! – Wenn jeder bereits einen kleinen Teil zum Umwelt beiträgt, erreichen wir schon sehr viel! – Regen, Regentropfen, Regenbogen? beruhigend, regelmässiges Tropfen, Rhythmus, Musik? Ich habe mir heute einfach Zeit genommen und die entspannende Wirkung der Natur wahrgenommen. – Jeder Beitrag zählt, sei er noch so klein. - Momente des Glücks und der Zufriedenheit ... Ich war ein Teil dieser grossen Natur – im Kleinen beginnen und die Kinder dafür sensibilisieren –Ich habe für mich eine persönliche, ganz einfache Vision für meine Handeln (im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils) entwickelt – Erholung in der Natur – Augen auf! – globale Partnerschaft und doch hier im Kleinen meinen Beitrag leisten – Natur und ich: sie hat mir wieder Ruhe geschenkt – auch wenn ich nicht an die Menschen denke, die nach mir kommen ... - «Weil ich es mir wert bin!» - am Bach, am See, da ... – Es geht um Werte, um unsere Prioritätensetzung – ... damals am Meer ... diese Unendlichkeit – oben auf dem Berg ... die Stille und der weite Blick ... - Gibt es ein schöneres Lernen (und Tun), als wenn man weiss, dass man damit etwas bewirken kann? – Ich bin ein Teil dieser Natur und halte mich in ihr sehr gerne auf – Mir wurde erneut klar, wie sehr wir der Natur ausgeliefert sind ... auch auf sie angewiesen sind. – eine Frage des Geldes? eine Frage der Motivation? eine Frage des Bewusstseins? – ...
Erst seit dem Besuch dieses Moduls ist mir aufgefallen, wie hochaktuell nachhaltige Entwicklung ist! – Es geht um eine neues Bewusstsein, um einen globalen Lernprozess“
Adrian Müller
Dienstag, 29. Mai 2007
7. Wochenimpuls: Regentropfen

Ich habe mir heute Zeit genommen und die entspannende Wirkung der Natur wahrgenommen. Dabei habe ich bewusst den heutigen Tag ausgewählt, wo es in Strömen vom Himmel regnet, um die Schönheit der Natur einmal anders zu sehen, als unter strahlendem Sonnenschein! Dabei habe ich festgestellt, wie beruhigend dieses *Geplätscher* auf mich wirkt. Der regelmässige Rhythmus der Tropfen befreit vom Alltagsstress und hilft zu Entspannen. Regenwürmer kommen zum Vorschein und kleine Seen entstehen auf den Strassen. Amüsant fand ich es zu beobachten, wie sich die anderen Leute über diesen Regenschauer aufregten und grimmige Gesichtsausdrücke aufsetzten. Sie vergessen dabei, was der Regen für uns und unsere Umwelt bedeutet!
Diese bewusste Auseinandersetzung mit der Natur hat mir wider einmal gezeigt, wie wertvoll das Wahrnehmen der Natur und seinen Vorgängen ist. Wir bewundern und bestaunen viel zu wenig die täglichen Begebenheiten. Viele Leute nehmen Naturereignisse nur wahr, wenn es etwas Aussergewöhnliches oder Neues ist, dabei verlieren sie die „gewöhnlichen“, aber einzigartigen, Naturphänomene aus den Augen, die wir (fast) jeden Tag geniessen „könnten“. Schade!
Auf unser Blogthema bezogen, denke ich dass Menschen, die in der Schweiz an der Armutsgrenze leben, oft gar keine Zeit und Muse finden, um in die Natur zu gehen und sie so bewusst wahrzunehmen. Ihre Gedanken sind erfüllt mit Existenz - & Überlebensängsten, dabei denke ich, dass keine Zeit für die Natur und ihre Schönheit vorhanden ist.
…vielleicht irre ich mich aber auch…!!!
Sabrina Gort LGC 04
Montag, 28. Mai 2007
Naturbegegnungen
Wir Menschen nutzen die Natur. Auf meinen Touren bin ich vielen Radfahrern, Spaziergängern und anderen Naturliebhabern begegnet. Leider haben sich meine Wege aber auch mit unzähligen Töff- und Autofahrern gekreuzt. Vor allem über die Töfffahrer habe ich mich absolut aufgeregt. Diese fahren nämlich tagelang aus lauter Spass durch die Schweiz und verpesten die Luft. So verschmutzen sie die Natur. Ich mache mir echt Sorgen, wie das nur weitergeht.
Ich persönliche fühle mich stark verbunden mit der Natur. Die Eindrücke in der Natur sauge ich auf und tanke Energie. Augenblicke in der Natur bedeuten für mich Zeit und Erholung. Ich erlebe kraftspendende Momente. Neben dem manchmal stressigen Schulalltag brauche ich echt meine tägliche halbe Stunde in der Natur, zum Aufatmen, zum Abschalten und Loslassen. Sicherlich wurde ich durch meine Eltern geprägt und entwickelte mich zur Naturliebhaberin. In den letzten Jahren habe ich nun aber ganz persönlich diese Naturverbundenheit und das Interesse an der Natur entdeckt.
Ärmeren Menschen sind Begegnungen mit der Natur in der Schweiz meist nicht vergönnt. Glücklicherweise ist es noch gratis, in die Natur zu gehen und sich dort zu verweilen. Ich denke, dass es jedem freisteht, die Natur als Ressource zu nutzen. Schade finde ich, dass Kinder armer Familien weniger Freizeit- und Ferienangebote nutzen können, aus finanzieller Not.
Sonntag, 27. Mai 2007
Glücksmomente
Mich „in die Natur zu setzen“ ist in der letzten Zeit sehr schwierig. Das Wetter wäre zwar optimal, aber es mangelt an der verfügbaren Zeit. Denn ich habe immer das Gefühl, dass ich es mir im Moment nicht leisten kann, einfach nichts zu tun. Es ist mir klar, dass es manchmal sehr gut tut, einfach abzuschalten, aber ich kann es oft nicht geniessen. Am besten ist es dann oft, wenn ich etwas weiter weggehe und somit den nötigen Abstand erhalte.
Ein gutes Beispiel dafür, ist mein gestriger Ausflug ins Tessin. Dies ist für mich sowieso ein sehr wichtiger Ort. Früher gingen wir immer im Frühling und Herbst dort in die Ferien. Dies habe ich in guter Erinnerung und verbinde damit positive Emotionen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich dort ein ganz anderer Mensch bin. Auf jeden Fall war ich gestern dort und in Lavertezzo (Verzascatal) konnte ich die Natur bewusst geniessen und für eine Weile abschalten. Es waren zwar sehr viele Leute dort, aber dies ignorierte ich gekonnt.
Was habe ich in diesem Moment wahrgenommen? Ich habe in erster Linie auf das Rauschen des Wassers gelauscht, die frische Luft bewusst eingeatmet, die Kraft der Sonne auf der Haut gespürt. Dies war für mich ein Moment des Glücks und Zufriedenheit und ich wäre am liebsten nicht mehr aus diesem Moment „erwacht.“ Ich fühlte mich mit der Natur verbunden und konnte dies in vollen Zügen geniessen. Ich war ein Teil dieser grossen Natur, zu der wir Sorge tragen müssen. Denn wenn die Natur zerstört wird, kann man nicht mehr solche Momente erleben. Und das wäre wirklich eine Schande!
In Bezug auf unser Blogthema kommt mir nur in den Sinn, dass nicht alle Menschen das Glück haben die Natur unbeschwert geniessen zu können. Für viele Menschen ist es auch nicht möglich, einen Ausflug zu machen und in den Genuss eines Ausfluges oder Ferien zu kommen. Diese Leute haben es nicht leicht und können auch nicht wirklich Abstand erhalten. Sie können „nur“ in der näheren Umgebung die Natur geniessen.
Es gibt aber Organisationen, die Kindern, die in schwierigen Situationen aufwachsen, Ferien ermöglichen. Diese Kinder gehen für einige Wochen in eine Pflegefamilie und erhalten die Möglichkeit etwas Neues kennen zu lernen. Dies finde ich eine sehr spannende Idee und sollte man unbedingt unterstützen.
Freitag, 25. Mai 2007
I like the mountains....
Die Übung, die Natur bewusst wahrzunehmen muss ich nicht über Pfingsten machen, denn ich mache das sowieso schon regelmässig. Ich gehe sehr gerne wandern und etwas dabei, dass ich am liebsten tue ist mich auf eine Wiese zu legen und vor mich hin zu dösen. Ich betrachte dabei die Wolken, wie sie über den Himmel ziehen und was für Formen sie haben. Manchmal betrachte ich die einzelnen Grashalme, wie sie sich im Wind hin und her bewegen. Andere Male betrachte ich die Berge, und versuche vor meinem inneren Auge ihre Konturen nachzuzeichnen. In solchen Momenten fühle ich mich klein und unbedeutend, als einen Teil der Natur der nicht weniger oder mehr zu leisten hat als irgendein anderer. Dies ist durchaus ein gutes Gefühl. Stress und Sorgen, die mich manchmal zu erdrücken drohen, scheinen mir plötzlich klein und unbedeutend. Es ist ein gutes Gefühl und die Natur lässt mich Dinge mit Abstand betrachten, wie es sonst vielleicht gar nicht möglich wäre.
Einige Gedichte oder Aussagen, die ich treffend finde. So sehe ich die Alpenwelt:
Hier kannst du leben, genesen, in würziger Bergesluft.
Geniessen, vergessen, vergeben, bis Pflicht zu Tal dich ruft.
„Je ne sais quoi de magique, de surnaturel, qui ravit l’esprit et les sens.“ Rosseau beim Anblick der Walliser Berge.
Dienstag, 22. Mai 2007
Agenda 21 in der Schule
Agenda 21: Ein Begriff, den bestimmt alle schon einmal gehört haben. Doch was bedeutet dieser? Was steckt dahinter?
Die Agenda 21 ist ein Projekt, das sich um die nachhaltige Entwicklung bemüht und sich für eine nachhaltige Lebensweise einsetzt. Ich möchte nun nicht allgemein darauf eingehen, sondern mich direkt auf die Schule konzentrieren. Es gibt verschiedene Schulen, die die Ideen der Agenda 21 verfolgen und dies umsetzen wollen.
Es gibt verschieden Ebenen, auf denen die Schule handeln kann, die ich kurz erwähnen möchte:
- Fachunterricht: die Agenda 21 als Themenfeld in der Schule, es gibt eine Kinderagenda
- Fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten: ein Projekt, an dem sich verschiedene Lehrpersonen beteiligen, zu Fachpersonen auf einem Gebiet werden und man somit eine Einblick in verschiedene Perspektiven erhält.
- Assembly: Versammlung der Schulgemeinde intern. Kann sich auf unterschiedliche Themen beziehen oder einem Jahres-/Halbjahresthema widmen.
- Öffentliche Präsentationen: Das Erlernte wird nach aussen gebraucht, z.B. in Schaufenstern
- Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“: Den Schulbetrieb auf Nachhaltigkeit umstrukturieren, z.B. Solarzellen auf dem Dach
- Schule und ausserschulische Partner wirken zusammen: Zusammentreffen mit ausserschulischen Personen oder Instistutionen
- Schulprogramme: Erarbeitung von Schulprogrammen in Bezug auf die Nachhaltigkeit
- Internationaler Projekttag: Austausch
Dieser Artikel zeigt mir einfach auf, dass an vielen Orten angesetzt werden kann. Einiges steht in meiner Kompetenz als Lehrperson, anderes vielleicht weniger. Ich meine ich kann nicht von der Schulgemeinde verlangen, Solarzellen auf den Dächern zu montieren. Aber ich kann in meinen Unterricht Themen einbringen, die sich auf die Nachhaltigkeit beziehen. Eine weitere Möglichkeit wäre, ein Projekt zu machen.
In erster Linie geht es wirklich darum, im Kleinen zu beginnen und die Kinder somit etwas zu sensibilisieren. Denn wenn sie damit aufwachsen, wird es selbstverständlicher für sie.
In Bezug auf unser Blogthema möchte ich anmerken, dass es vielleicht auch Projekte oder Programme braucht, die international bekannt sind und die Menschen aufmerksam machen. Denn wir verschliessen oft die Augen vor Dingen, die uns unangenehm sind oder merken es nicht, weil wir mehr mit uns selbst beschäftigt sind, als uns für andere einzusetzen.
Montag, 21. Mai 2007
6. Wochenimpuls: Agenda 21 ist für uns!!!
- Fachunterricht
- Fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten
- Assembly
- Öffentliche Präsentationen
- Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“
- Schule und ausserschulische Partner wirken zusammen
- Schulprogramme
- Internationaler Projekttag
Besonders beeindruckt hat mich der Punkt „Öffentliche Präsentationen“. Der Autor des Textes geht auf verschiedene Ausstellungsarten ein. Dabei hat mich besonders die Präsentation von Arbeiten zum Thema nachhaltiger Entwicklung im Einkaufszentrum interessiert. Gut- daher gestellt sei die Aussage, dass fast alle Einkaufszentren bei solchen Aktionen teilnehmen! Jedoch finde ich die Idee super! Man beachte, wie viele unterschiedliche Menschen man auf seine Anliegen aufmerksam machen kann, sei es vom Geschäftsmann über die Hausfrau bis zur Grossmutter. Auch sie bekommen die Gelegenheit, neues Wissen und Einstellungen über bestimmte Thematiken zu hören und können sich somit neu ihre Grundwerte und
–einstellungen überdenken.
Die Ausstellung von Projekten in der Öffentlichkeit, verleiht nicht nur die Chance ein grösseres Publikum anzusprechen, es verhilft zusätzlich den Verfassern ein Gefühl von „Mitwirkung, Erfolg und Verdienst“. Mitwirkung, dass sie für die nachhaltige Entwicklung einen Dienst erwiesen haben. Erfolg, dass sich Leute mit ihrem Plakat auseinandersetzen und Verdienst, wenn sie hören, dass ihr Plakat zu Einstellungs- oder Verhaltensänderungen, in der nähren Umgebung, geführt hat.
Gibt es ein schöneres Lernen, als wenn man weiss, dass man damit etwas bewirken kann? Ich wünsche mir, dass meine zukünftigen Schüler und Schülerin dieses Gefühl mit auf ihren Lebensweg bekommen.
Auf unser Blogthema bezogen lassen sich die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten sehr gut anwenden. Denn Armut in der Schweiz muss und soll bereits in der Schule behandelt werden. Mit welcher Methode man jedoch an dieses Thema herantritt, ist jeder Lehrperson frei gestellt. Hauptsache ist, man informiert die Kinder und erlangt somit das Verständnis für ein nachhaltiges Handeln.
Sabrina Gort LGC 04
Nachhaltige Zukunft – Arbeitsauftrag vom 21. Mai 2007

Thema: Wen macht Schokolade (un)glücklich?
1. Begründung der Plakatwahl
Wir haben uns aus folgenden Gründen für dieses Plakat entschieden:
- Eigenmotivation: Schokoladenliebhaber
- Bietet Möglichkeit um in der Klasse Nachhaltigkeit zu demonstrieren
- Das Thema können wir in unserer späteren Berufspraxis umsetzen
- Schokolade ist sehr vielfältig und kann über die Sinne erfahrbar gemacht werden
- Vernetzung ist möglich
- Schokolade ist kindsgemäss und ein stetiges Thema
2. Analyse der Unterrichtseinheit
a) Begründung Unterschiede zwischen herkömmlicher Unterrichteinheit und einer Unterrichtseinheit zu BNE
- spannender Einstieg: direkte Konfrontation mit Fragestellung
- Degustation: Anregung der Sinne, Exemplarität, Realanschauung
- Mehrperspektivisches Lernen
- Kinder versetzen sich in verschiedene Rollen (Konsument, Ladenbesitzer/ Verkäufer/ Plantagenarbeiter)- emotionaler Bezug
- Kinder bilden sich eine Meinung, nehmen Standpunkt ein
- Verschiedene, neue Lernformen: Klassendiskussion, Podiumsdiskussionen…
- Exkursion: Realbegegnung
- Sehr viele verschiedene Medien, Lehr- und Lernformen
- Kein allgemeines Wissen, sondern spezifische Fähigkeiten
- Kinder können alle Sichtweisen begründen, nehmen verschiedene Standpunkte ein
b) Angestrebte Teilkompetenzen
Folgende Teilkompetenzen werden beim Schokoladenprojekt angestrebt:
a.5) Sie können zwischen Entwicklungen auf der lokalen Ebene, auf der nationalen Ebene und auf der globalen Ebene unterscheiden und erkennen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Ebenen.
c.2) Sie verstehen, warum Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammengeführt werden müssen, um zu begründeten Entscheidungen hinsichtlich Nachhaltiger Entwicklung zu gelangen.
c.4) Sie erkennen, dass aus gleichem Wissen unterschiedliche Entscheidungen resultieren können, die alle mit Blick auf eine Nachhaltige Entwicklung ihre jeweiligen Vor- und Nachteile haben, und sie lassen sich dadurch sowie durch die Unvollständigkeit des Wissens in ihrer Entscheidungsbereitschaft nicht beeinträchtigen.
e.2) Sie können die Qualität der Herkunft sowie die Reichweite von Informationen kritisch prüfen.
f.2) Sie können formulieren, welche Annahmen ihre persönliche Vorstellung der Zukunft der Gesellschaft prägen und sie sind in der Lage, im Vergleich diesbezügliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Vorstellungen anderer zu identifizieren und zu benennen sowie ihre Vorstellung kritisch zu hinterfragen.
g.5) Sie sind bereit und in der Lage, ihre eigene Meinung, auch wenn sie von anderen abweicht, in Aushandlungsprozessen zu begründen und konstruktiv zu vertreten.
c) Didaktische Prinzipien
- Visionsorientierung: Unterrichtseinheit über Max Havelaar und verschiedene Diskussionen
- Handlungs- und Reflexionsorientierung: handelnde Auseinandersetzung im Sinne von Probieren, etc.
- Entdeckendes Lernen: Einbringen der widersprüchlichen Fragestellung und die Auseinandersetzung damit.
- Vernetzendes Lernen: Lokale und globale Begebenheiten aus der Sichtweise verschiedener Akteure. Vernetzung von Gegenwart und Zukunft à Was bedeutet dies für uns?
- Zugänglichkeit: Unterrichtsgegenstand ermöglicht den Zugang (Schokolade). Stellt den Zugang zur Gegenwart und Zukunft her. Erweitert den Erfahrungshorizont. Bezug zu Bekanntem (Voraussetzung für sinnhaftes Lernen). Verbindet das Komplexe und Abstrakte, man geht vom Erfahrungshorizont des Kindes aus. Direkte leibliche Auseinandersetzung. Thematisieren von Widersprüchlichkeiten. Anknüpfung an Interessen
- Partizipation: Klasse wirkt als Gesamtheit. Thema das die ganze Klasse anspricht. Hauptfrage: Wo können Kinder sinnvoll mitgestalten?
3. Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit
b.2) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich darauf für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.
à Beispiel: Thematisierung von Budget-Schokolade. Welche Auswirkungen hat dieses Produkt auf den Produktions- und Konsumentenkreislauf?
a.4) Sie kennen verschiedene massgebende Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und wissen, dass diese Entwicklung aktiv gestaltet werden kann.
à Beispiel: Im Pausenkiosk kann man nur noch Produkte, die die nachhaltige Entwicklung unterstützen, kaufen.
4. Umsetzungsmöglichkeiten/ -ideen
- mehr Eigeninitiative der Kinder: Plakate gestalten, Interviews, Konsumtagebuch
- Vernetzung mit anderen Produkten, die ähnliche Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung haben
- Klassen- oder Schulhausübergreifendes Projekt: Pausenkiosk, nachhaltiger Mittagstisch
Sonntag, 20. Mai 2007
Agenda21- Elemente der Entwicklung von Schulen
Agenda21 zeigt mir Einstiegsvarianten, die ich mit meiner Klasse weiterentwickeln kann. Mit den Leitideen kann ich bei den Kindern den Wissensdurst fördern und fordern. Den Kindern wird durch die Auseinandersetzung mit Kernthemen der Kontrast zwischen verschiedenen Lebenswelten bewusst. Es erfolgt ein Verständigungsversuch zwischen differenten Welten. Die Kinder sind so neugierig. Ich bin überzeugt, dass sie sich von Kernelthemen wie Armut, Ernährungsunsicherheit, Beeinträchtigung natürlicher Ressourcen, Instabilität und Konflikte von der Agenda21 begeistern. Alle Themenfelder verhelfen den Kindern, Wissen anzueignen und den Sinn zu verstehen. Genial finde ich, dass die Themen für jedes Alter und zu jedem Zeitpunkt geeignet sind. Die absolut wichtigen Themen der Beschleunigung von nachhaltiger Entwicklung sind zentral. Ich finde, dass sie behandelt werden müssen. Projekttage bieten meines Erachtens eine sehr gute Möglichkeit dafür. Dabei sollte klassenübergreifend oder gar schulhausübergreifend gearbeitet werden. Wichtig ist, dass das Team zusammenarbeitet, einander unterstützt und anregt. Toll fände ich ein Projekt, das mit der ganzen Gemeinde durchgeführt werden könnte, ähnlich wie das Projekt „Die Wette“. Diese Wette finde ich absolut spitze. Gemeinsam haben die Menschen etwas bewirkt und in einer kurzen Zeitspanne gezeigt, dass jeder einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Ganz toll ist die Idee, pro Schulhaus ein greenteam zu haben oder eine amnesty international- Gruppe, die sich ganz speziell mit verschiedenen Themen beschäftigt.
Ich persönlich würde mir für das Schulzimmer eine Themenkisten anschaffen, um exemplarisch damit zu arbeiten und einen doppelten Bezug zur globalen Welt herzustellen. In der Arbeit mit der Agenda21 mit einer Klasse ist es wichtig, dass man dokumentiert, evaluiert, das soziale Umfeld einbezieht und erste Schritte wagt. Die Kommunikation zwischen Menschen in Schulen ist für mich Perspektive der Zukunft. Dafür bedarf es an intensiverer Pflege von Welt- Bewusstsein, die ich in der Schule insbesondere fördern kann.
Jeder Mensch, jede Familie, jede Organisation, jedes Unternehmen und jede Regierung spielt eine entscheidende Rolle, die möglichst von allen pflichtbewusst wahrgenommen werden sollte.
Freitag, 18. Mai 2007
DIE Agenda
Die Agenda 21 wurde 1992 in Rio de Janeiro von 179 Staaten als Leitidee für die nachhaltige Entwicklung beschlossen. Während dieser Zeit besuchte ich die Volksschule. Mit dem Thema nachhaltige Entwicklung kam ich bis zum jetztigen Zeitpunkt kaum in Kontakt auf schulischem Weg. Das ist sehr schade, denn wie im Text von Otto Herz steht, sind die Jugendlichen die Protagonisten des Wandels.
Der Text hat mir sehr eindrücklich gezeigt, dass die Volksschule und somit die Lehrkräfte ein zentrales Element sind, damit die Agenda 21 überhaupt umgesetzt werden kann. Es ist eine grosse Verantwortung, welche die Schulen diesbezüglich wahrnehmen sollten. Dies bedeutet für mich folgendes:
- Ich möchte als Lehrperson im Fachunterricht immer den Bezug zur Agenda 21 herstellen. Dies ist in einem mehrperspektivischen, fächerübergreifenden Unterricht gut zu realisieren. Je nach Alter der Kinder können unteschiedliche Probleme thematisiert werden.
- Im zukünftigen Schulteam möchte ich auch ein Assembly vorschlagen. Natürlich sind solche Schulhausprojekte nur realisierbar, wenn diese die Ziele des ganzen Teams sind. Die Idee des Assembly finde ich toll und werde diese nicht vergessen. Falls dies mit der gesammten Schule nicht möglich ist, gäbe es immer noch die Möglichkeit, dies mit meiner Klasse oder einer zusätzlichen Klasse durchzuführen.
- Auch die Öffentlichkeitsarbeit finde ich sehr wichtig. Wenn ich beispielsweise mit den Kindern das Projekt Recycling durchführen würde, würde ich darauf achten auch immer möglichst oft die Eltern einzuladen, die Endprodukte oder die dahinter stehenden Ideen der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
- Zentral erachte ich auch, dass die Schule und somit die Lehrpersonen ein Vorbild für nachhaltige Entwicklung leben. Das ist wie in den Religionen. Wasser predigen und Wein trinken geht nicht. Am besten kann man eine Botschaft übermitteln in dem man sie lebt. Mir als Lehrperson wird es deshalb wichtig sein, mit den Ressourcen sparsam umzugehen, im Schulzimmer zu recyceln, Gerechtigkeit zu leben und zu propagieren etc..
- Wie wir im Modul P08 lernen, ist es wichtig, die Schule als Teil der Gesellschaft zu sehen. Die Schule ist in ihr eingebettet. Ausserschulische Parnter zu haben scheint mir wichtig. So werde ich versuchen ein Netzwerk aufzubauen, das über dass Klassenzimmer hinausgeht.
Ich habe nachhaltige Entwicklung unter einem neuen Aspekt kennen gelernt. Der St. Galler Lehrplan gibt vor, was ich mit den Kinder behandeln muss. Die Agenda 21 ist der Lehrplan der für alle Schulen der Welt gelten sollte und ich werde versuchen diese Ziele auch so ernst zu nehmen wie den Lehrplan. Die Umsetzung der Agenda 21 könnte man vielleicht sogar gleich setzen mit dem Namen: Für eine bessere Welt. Sich für diese einzusetzen erachte ich als grundlegend.
Dienstag, 15. Mai 2007
Wieso handle ich nachhaltig? Was hindert mich daran?
Was motiviert mich nachhaltig zu handeln? Über diese Frage habe ich mir bis jetzt noch nie wirklich Gedanken gemacht. Doch da ich nun diesen Input gelesen habe, kommen mir gleich einige Dinge in den Sinn. In erster Linie denke ich an die Natur, denn wie wäre es, wenn ich nicht mehr einfach nach draussen gehen und über Wiesen spazieren könnte. Ich würde auf jeden Fall etwas vermissen, denn es ist für mich sehr wichtig nach draussen gehen zu können. Dann kann ich etwas abschalten und mir aber auch Gedanken über wichtige Dinge machen. Manchmal ist es auch sehr entspannend im Freien Sport zu treiben und aktiv zu sein.
Je mehr ich mir Zeit für diese Frage nehme, umso mehr kommt mir in den Sinn. Ich denke jetzt zum Beispiel an den speziellen, aber auch angenehmen Duft eines Platzregens. Dann würde ich am liebsten barfuss umhergehen und diese herrschende Frische aufnehmen. Dann kommen mir aber auch die wunderschönen Tiere in den Sinn, die es in der Natur zu entdecken gibt: Vögel, Schmetterlinge, etc. Was wäre wenn es sie nicht mehr geben würde? Meiner Meinung nach ist es wirklich wichtig, dass wir nachhaltig handeln und die Welt so erhalten bleibt. Denn wenn man sich überlegt, wie viele Tiere bereits ausgestorben sind und dadurch die Vielfalt verkleinert wird. Das ist wirklich schade, denn es kann nicht sein, dass unsere Nachfahren in einigen Jahren aufgrund unseres schlechten Lebenswandels nicht mehr in den Genuss der wunderschönen Natur kommen!!!
Auf der anderen Seite steht die Frage, was mich davon abhält nachhaltig zu handeln. Ein wichtiger Grund ist ganz bestimmt die Bequemlichkeit. Denn wie oft nehme ich das Auto für eine kurze Strecke. Bevor ich die Autoprüfung hatte, war das überhaupt nicht so. Es stand nicht zur Diskussion nicht das Velo zu nehmen. Denn ich hatte keine andere Möglichkeit. Doch man ist dann oft zu faul und wählt den bequemeren und weniger anstrengenden Weg. Dies muss ich mir wirklich auch immer wieder einreden.
Montag, 14. Mai 2007
Erholung in der Natur
Unglaublich betroffen macht mich der Gedanke, dass wenn wir so weiterleben, die Erde in wenigen Jahren einer Müllhalde gleicht. Wenn wir schon wissen, welche Auswirkungen unser rücksichtsloses und egoistisches Verhalten mit sich trägt, müssen wir doch daran etwas ändern. Ich habe mich gefragt, was uns daran hindert, nachhaltig zu handeln? Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass das Problem auf unserem Egoismus, der Faulheit, dem Genuss- und Konsumverhalten gründet. Ich persönlich finde es wichtig, auch einmal zu verzichten, etwas weiter- und abzugeben. Dies führt mich auch zu unserem Blogg- Thema. Wir haben eine Verantwortung gegenüber den armen Menschen in unserer Gesellschaft. Gemeinsam haben wir es in der Hand etwas gegen Ungerechtigkeiten zu tun. Dies sollten wir ausnutzen und nachhaltig Schritte gegen diese Ungleichheiten zu unternehmen.
5. Wochenimpuls: Geh in die Natur!
Die ersten Gedanken, welche mir durch den Kopf gehen sind: Schmetterlinge, Mücken, Seerosen, Fische, Frösche, Berge, Seen, Vogelgezwitscher und und und. Diese Tiere, Landschaften oder Pflanzen habe ich bei meiner letzten Velotour durch meine nähere Umgebung entdeckt. Ich bin über die Vielfalt an Natur, die Vielfalt an Schönheit und die Vielfalt an Besonderem erstaunt. Sicherlich kenne ich Frösche, Fische und Berge schön seit meiner Kindheit. Jedoch kann ich mich jedes Mal von neuem dieser Faszination hingeben. Ich finde es beeindruckend, wie alle Tiere und Pflanzen miteinander harmonieren und wie sie die Grundlage für das Überleben darstellen.
Sollte diese Erkenntnis nicht genügen, damit wir Menschen zu nachhaltigem Handeln motiviert werden?
Für mich genügt es!
Genau diese Bewusstheit, über das Schöne, das Faszinierende und das Besondere unserer Natur bewegt mich zum nachhaltigen Handeln. Einerseits ist es für unser heutiges Leben wichtig, andererseits auch für die zukünftigen Generationen. Ich wünsche mir nämlich, dass meine Kinder eines Tages genau die gleichen Erfahrungen und Bedingungen des Lebens zur Verfügung stehen und somit auch sie, die gleiche Chance haben, das Leben und die Natur so zu sehen, wie ich es heute kann.
Bezogen auf unser Blogthema denke ich, dass die nachhaltige Entwicklung einen Denkprozess in Gang setzt, welcher auch der Thematik „Armut in der Schweiz“ zu gute kommt. Dabei geht es darum, dass man die Dinge, welche in der Welt vorangehen nicht ignorieren und zur Seite schieben darf/ kann/ soll, sonder sich aktiv engagieren und etwas dagegen machen kann.
Sabrina Gort LGC 04
Die Schönheit der Alpenwelt
Vorerst möchte ich thematisieren, wieso ich nachhaltige Entwicklung im Bereich Umwelt wichtig finde.
Natur, Natur zu erleben ist für mich etwas absolut zentrales. Es gibt kaum etwas, dass ich lieber in meiner Freizeit unternehme, als wandern zu gehen. Es ist nicht bloss die sportliche Herausforderung, die mich immer wieder in die Berge zieht, es ist das Gefühl der Ruhe und des Friedens. Ich fühle mich im Einklang mit mir selbst und schöpfe Kraft aus der Natur. Sehr oft gehe ich die selben Wege, aber nie ist ein Weg gleich und ich werde es nie Leid, diese immer und immer wieder zu begehen. Jedesmal aufs neue staune ich über die Schönheit der Berge, wie sie da stehen seit Urzeiten. Sie verändern sich nie, sind immer gleich und geben mir in der heutigen Zeit ein Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit.
Nach einem Jahr Aufenhalt im Ausland, war für mich der glücklichste Moment, mit meiner Familie auf meinen Lieblingsberg zu steigen. Es war ein Herbsttag, das Gras schon braun verfärbt und in der Abensonne schienen die Matten golden zu leuchten. Ich glaubte im Paradis zu sein.
Ich verbrachte zwei wunderschöne Tage in den Berge, daher mögen wohl meine Lobeshymnen rühren. Da mir die Natur so sehr am Herzen liegt, ist es nur verständlich, dass mir auch Naturschutz sehr wichtig ist.
An zukünftige Generationen denke ich dabei eigentlich wenig. Das kommt wohl daher, dass ich selbst noch jung bin und keine eigenen Kinder habe.
Freitag, 11. Mai 2007
Erstes Feedback / Achtsames Wahrnehmen und bewusstes Leben
Da steckt viel an Gedankenarbeit, Engagement, Reflexion, Emotionen, Achtsamkeit (und vieles mehr) drin, die ich während meiner Lektüre über zweieinhalb Stunden (:-)!) wahrgenommen habe.
Einige Gedanken:
Ich bin froh um die aussagekräftigen Informationen zum Giessen-Projekt im Sarganserland. Dies Landschaft werde ich mir bei Gelegenheit bestimmt „erwandern“ und studieren (mit Anreise im ÖV) Ich bin echt gespannt!
Vor zwei Jahren durchwanderte ich mit Freunden die ersten grossen Renaturierungsprojekte am Unterlauf der Thur im Kanton Zürich. Genial, was da alles an Veränderung in kurzer Zeit durch den Rückbau möglich wurde. Nun stehen auf den letzen Kilometern der Thur vor ihrer Mündung in den Rhein noch weitere riesige Renaturierungen an. Die Thur soll wieder mäandrieren und überschwemmen können, sodass neue Auenwälder entstehen.
Auch bei uns im mittleren Toggenburg wurden eine ganze Reihe von Bächen wieder „ausgedohlt“ und in natürliche Bachläufen zurück verwandelt (nachdem die Bäche bei Hochwasser zuvor ganze Quartiere überschwemmt hatten! Durch Schaden wird man offenbar klug).
Die grosse Frage ist für mich tatsächlich: Wie kommen wir zu einer neun Lebenseinstellung, die nicht einfach von vordergründigem Profitdenken, Egoismus, naivem Nichtwissen und Passivität geprägt sind, sondern die von Achtsamkeit, bewusstem Wahrnehmen, Sich-Vernetzt-Wissen und –Fühlen, von Engagement, Solidarität, Weitsicht geprägt ist?
Achtsames Wahrnehmen und bewusstes Leben, dies macht glücklich und gibt Sinn – da kann und muss ich Frau Ackermann nur zustimmen. Ich bin sicher, dass dies einer der zentralen Ansatzpunkte ist.
Eine kleine Erfahrung von mir zum Weiterdenken und Ausprobieren:
Dass Stress und Zeitnot Achtsamkeit zerstören, nicht aufkommen lassen, kennen wir alle.
Ich habe mir deshalb während vielen Monaten die Aufgabe gestellt, mich täglich im Achtsam-Sein zu üben. Ich trug in der Hosentasche einen kleinen Stein mit mir, der mich täglich mehrmals an meinen Vorsatz erinnerte. Nach über zwei Jahren hatte ich das Gefühl, dass Achtsamkeit nun „ganz“ (so weit dies möglich ist) zu meiner persönlichen Lebenshaltung gehört, also in allem irgendwie präsent war, auch wenn das tägliche Üben weiter gehen muss. Selbst in Momenten von extremem Stress taucht der Gedanke „Sei achtsam, nimm ganz bewusst war, sei nun ganz DA (und nicht im Stress)!“ ungerufen einfach auf!
Die Idee mit den post-it-Zetteln war gedacht als Impuls mit vielleicht ähnlicher Wirkung.
Ich freue mich auf die neuen Beiträge!
Dienstag, 8. Mai 2007
Abhängigkeit bestimmt das Leben
Ein junger Morgen. Ich sitze im Zug um mein alltägliches Reiseziel zu erreichen, Rorschach. Was habe ich bis jetzt gemacht und von welchen Dienstleistungen und Produkten habe ich bis jetzt profitiert? Es ist schon eine Stunde nach dem Aufstehen wahnsinnig viel. Ich habe bereits soviel profitiert, dass alles aufzuzählen schon jetzt zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Deshalb beschränke ich mich.
Durch das Schrillen des Weckers wurde ich aus meinen Träumen gerissen. Schlaftrunken taumelte ich zum Waschbecken um mir mein Gesicht zu waschen, mit einer Reinigungsmilch und einer Watterondelle reinigte ich es. Wer hat zu der Produktion dieser beigetragen? Ich lese die Aufschrift der Bodylotion, made in switzerland. Da kann ich ja beruhigt sein! Die Inhaltsstoffe sind sicherlich nicht aus der Schweiz. Alkohol und Parfum sind die einzigen Inhaltsstoffe die ich zuvor schon einmal gehört habe. Diese werden wohl synthetisch in irgendeinem Chemielabor hergestellt. Woher stammen die Rohstoffe? Wer liefert diese? Wurden Tierversuche mit meiner Reinigungslotion durchgeführt? Es steht nichts darauf, mein Gewissen beruhigt sich, aber Unwissen schützt nicht. Dann die Watterondelle, Baumwolle. Baumwolle pfanlzt man nicht in der Schweiz an. Aber das Prdukt scheint gut zu sein, ein Biolabel garantiert Fairtrade. Aber wo wurden sie hergestellt? Ist ein/e Amerikaner/in mitverantwortlich für mein sauberes Gesicht?
Ich gehe in die Küche und mache mir Frühstück. Ich nehme eine Tasse, giesse Anschüttpulver für einen Kaffee hinein und einen Würfel Zucker. Das Wasser mache ich in einem Wasserkocher heiss, welcher ans Stromnetz angeschlossen ist. Mit einem Kaffeelöffel rühre ich das wohlriechende Getränk um. Ich esse ein Joghurt mit Biomüsliflocken. Ich höre Musik von DRS3. Mein Lieblingssänger aus Australien gibt gerade einen tollen Song zum besten. Und schon so schnell, war ich mit der halben Welt verbunden.
Armut in der Schweiz wird seine Wurzeln darin haben, dass gewisse Arbeiten einfach nicht mehr geschätzt werden und somit zu schlecht bezahlt werden. Wie genau diese entsteht weiss ich nicht. Ich möchte deshalb nicht näher darauf eingehen.
Die Welt entdecken
Bewusst leben und wahrnehmen – etwas das uns im Alltag oft schwer fällt. Wieso denn eigentlich? Unser Hirn filtert die aufgenommenen Informationen nach deren Wichtigkeit. Fahre ich mit dem Auto beispielsweise, ist der Filter Autoschilder, andere VerkehrsteilnehmerInnen und die Fahrbahn sehen von Bedeutung. Hübsche Frauen (wenig bis weniger angezogen) lenken vor allem das Auge des männlichen Betrachters auf sich. Übergrosse Werbeplakate an verkehrsreichen Plätzen mit eben jenen Frauen mussten sogar schon aus Sicherheitsgründen wieder entfernt werden.
Die Übung, die Welt bewusst wahrzunehmen mache ich immer wieder. Zeichnen hilft mir beispielsweise sehr, denn wenn man etwas abzeichnet, muss man es ganz genau betrachten. Aus diesem Grund sind Zeichenblock und Bleistift ständige Begleiter auf meinen Wanderungen in den Bergen.
Wie blind ich manchmal durch die Welt renne oder laufe oder schlafe, hat mir ein Schullektion an der Kanti gezeigt. Wir erhielten den Auftrag unsere Haustüre aus dem Gedächntis zu zeichnen. Ich hatte die allergrössten Probleme. Die Farbe konnte ich gerade noch bestimmen. Ich wusste, dass es eine Verglasung in der Mitte hatte und einen eher eckigen Türgriff, aber dann war ich auch schon mit meiner Weisheit am Ende.
Heute habe ich die Pflanzen in unserem Garten wieder einmal ganz genau betrachtet. Erstaunt hat mich, dass von den Sonnenblumen, die meine Schwester letzte Woche gepflanzt hat, schon zarte Blättchen aus dem Boden gucken. Unter anderem sah ich auch, dass die Rosen schon zu blühen begonnen haben und dass sie dringend eine Antilausbehandlung nötig haben.
Jeden Tag gewisse Augenblicke bewusst wahrzunehmen, ist eine Fähigkeit, die meiner Meinung nach glücklich macht. Denn nur durch genaues Betrachten sieht man die Schönheit und Einzigartigkeit jedes Dings.
Nachhaltige Entwicklung als Ziel zu setzen, ohne die Fähigkeit des bewussten Lebens, scheint mir unmöglich. Ich möchte diese Aussage am Beispiel Biodiversität verdeutlichen. Wenn ich beispielsweise die Wiesen nicht genaue betrachte, sondern diese einfach als grüne Flächen sehe, wird es mir auch nicht auffallen, wenn gewisse Pflanzen nicht mehr da sind, weil ich sie ja nie gesehen habe. Etwas zu schützen, dass ich nicht gekannt habe wird für mich nicht von so grosser Bedeutung sein. Zudem werde ich auch keinen Handlungsbedarf zum Schutz der Pflanzen sehen, da ich die Veränderungen der Wiesen beispielsweise gar nicht bemerkt habe und sie für mich immer noch gleich sind. Deshalb ist für mich nachhaltige Entwicklung und bewusstes Wahrnehmen unzertrennlich.
Ohne Vernetzung geht gar nichts
Am Morgen bin ich definitiv zu müde, um mir Gedanken über die Lebensmittel zu machen, die ich gerade esse. Hinzu kommt, dass für uns ein Frühstück sowie all die anderen Mahlzeiten alltäglich und selbstverständlich sind. Man fragt sich in dem Moment nicht, was es alles dazu braucht bis das Essen auf dem Tisch steht. Wenn ich mich nun damit auseinandersetze, geht mir einiges durch den Kopf. Einerseits finde ich es schwierig alle Zutaten eines Brotes aufzuschreiben und dann auch noch wissen, woher diese Zutaten kommen. Deshalb nehme ich als Beispiel die Milch, die wir von den Kühen bekommen und zum Frühstück trinken. Doch was braucht es, damit die Milch kauffertig im Geschäft steht. Zuerst muss der Bauer die Kühe pflegen und sie melken. Dabei ist es wichtig, dass die Kühe im Freien sowie im Stall genügend Platz und Auslauf haben. Sie müssen gefüttert werden. Dies ist mit viel Kosten für den Bauer verbunden. Die Kosten müssen sie mit dem Verdienst decken können. Anschliessend muss die Milch in die Fabriken transportiert werden. Dort wird die Milch abgepackt. Damit diese jedoch überhaupt abgepackt werden kann, müssen vorgängig die Verpackungen hergestellt worden sein. Dies ist auch wieder mit Kosten verbunden und es braucht viele Arbeitskräfte. Wenn die Milch schlussendlich abgepackt ist, muss sie wieder transportiert werden, damit wir sie anschliessend kaufen können. Somit schliesst sich der Zyklus, denn die Bauern verdienen aufgrund des Verkaufes. Doch erhalten sie nicht alles was wir dafür bezahlen, sondern auch die „Stationen“ dazwischen müssen bezahlt sein.
Ein anderes Beispiel wäre das Brot. Im Unterschied zur Milch, braucht es für ein Brot verschiedene Lebensmittel, die zusammengemischt werden müssen. Dies ist auch wieder ein zusätzlicher Aufwand, da alle Lebensmittel zuerst produziert werden müssen. Man kann sich nun denken, welcher Aufwand dafür benötigt wird. Das Erschreckende ist nur, dass wir uns dessen nicht bewusst sind, sondern es ohne zu hinterfragen einfach hinnehmen.
Da stellt sich die Frage: War das schon immer so? Oder gehen wir einfach immer unaufmerksamer durchs Leben? Vielleicht müssen wir uns wirklich öfter bewusst machen, dass nicht alles selbstverständlich ist. Die vielen Prozess dazwischen beachten wir nicht mehr!!!
Schauen wir uns einmal die Menschen an, die in Armut leben. Sie können sich nicht viel leisten und müssen lernen damit auszukommen. Was wäre, wenn alle, die die Mittel dazu haben etwas dagegen unternehmen würden? Es muss kein grosser Betrag sein, aber wenn viele etwas geben kann es grosse Auswirkungen haben. Was würde dies für solche Menschen bedeuten? Es wäre sehr wichtig für sie und uns würde es nicht schaden… Für diese Leute wäre auch eine gute Arbeitsstelle wichtig. Denn was würde es nützen, wenn sie gut verdienen würden? Sie könnten sich wieder gut ernähren, vielleicht ein Haus kaufen und somit im besten Falle aus der Armut herauskommen.
Montag, 7. Mai 2007
4. Wochenimpuls: Vernetzungen entdecken
Ich wohne in dem schönen Sarganserland und lege somit täglich die Strecke Sargans-Rorschach zurück. Jeden Tag steige ich in einen sauberen Zug, welcher am Abend zuvor vom Reinigungspersonal säuberlich geputzt wurde. (Natürlich wurde dieser Zug zuerst noch gebaut, und das Metall transportiert, der Zug wurde getestet etc.-> ich gehe jedoch schon vom bestehenden Zug aus.). Nun kann die Fahrt beginnen! Der Lokomotivführer fährt uns nach Anweisungen von „XXXPersonal“ sicher nach Rorschach, während der Fahrt kontrolliert der Kondukteur unsere Billete und sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Fahrt. Um das Streckennetz in Stand zu halten benötigt es vieler Bahnarbeiter, welche peinlichst genau dafür sorgen, dass die Schienen intakt sind. Die Auflistung kann noch unendlich weitergehen. Es ist eindrücklich, wie viele Faktoren bei einer Dienstleistung miteinander vernetzt sind.
An dieser Stelle frage ich mich jedoch, ob die SBB im gleichen Masse von mir abhängig/ mit mir vernetzt ist, wie ich von ihr. Ich glaube, dass ich alleine keinen grossen Einfluss auf ein solch grosses Unternehmen habe. Dies würde sich erst auf sie auswirken, wenn mehrere Leute plötzlich einen anderen Dienst beanspruchen würden. Also ist mein Fazit, dass die Vernetzung von meiner Seite her grösser/ intensiver/ abhängiger ist, als von Seiten der SBB. Ist dies immer der Fall? (Ich finde momentan keine Antwort darauf…)
Ich denke, dass es gut ist, wenn man sich diesen komplexen Vernetzungen bewusst ist, denn nur so kann man diesen Arbeitern die Achtung entgegenbringen, welche sie auch verdienen.
Auf unser Thema „Armut in der Schweiz“ bezogen, gibt es unterschiedliche Vernetzungen mit der Gesellschaft. Dabei spielt eine grosse Rolle, dass viele Produkte und Dienstleistungen von mittellosen Leuten in der Schweiz gar nicht in Anspruch genommen werden kann, da vielfach das Geld dazu fehlt. Somit gehen sie weniger Vernetzungen ein, als wir.
Sabrina Gort LGC 04
Vernetzungen in meinem Leben
Dienstag, 1. Mai 2007
Aufmerksam sein
Es tat mir gut, wieder einmal achtsam zu sein und mich auf mein Verhalten und das meiner Mitmenschen zu achten. In vielen Bereichen sollte man achtsamer sein, sei es in der Umwelt, Gesellschaft, Kultur, usw. Bei unserem Gruppenbloggthema beschäftigen wir uns mit der Armut bei uns. Weil ich mich in der letzten Zeit in dieses Thema vertieft habe, wurde ich achtsam und machte mir viele Gedanken darüber. Ich finde, dass die ganze Gesellschaft viel achtsamer mit diesem Thema umgehen sollte und die Problematik vorerst auch einmal wahrnimmt.
Montag, 30. April 2007
3. Wochenimpuls: "Achtsam wahrnehmen, achtsam werden"- Brauche ich Post-it Zettel dazu?
Das erste was mir dazu in den Sinn kommt ist: Naturspaziergänge; Augen öffnen; Zeit haben; Kleinigkeiten beachten; nicht nur in die Ferne schweifen, sondern auch unsere Natur schätzen; Aufmerksam sein....
Meine Liste könnte ich noch endlos weiterführen. Für mich jedoch das Wichtigste dabei ist, dass wir nicht nur die grossen Dinge, Naturphänomene oder Ereignisse beachten, sondern auch kleine Geschehnisse, welche vor unserer Haustüre oder in unserem Garten geschehen.
Genau diese Kleinigkeiten sind es, die das Leben für mich so sinnvoll machen. Für mich gibt es nichts schöneres, als durch die Natur zu gehen und dem beeindruckenden Schauspiel der Tiere und Pflanzen zu zusehen. Dabei entdecke ich, wie wundervoll die Welt ist (oder sein kann!). Diese Beobachtungen erfüllen mich mit Bewunderung und Achtung. Die Natur ist ein faszinierendes und wunderbares Geschenk, zu welchem wir Sorge tragen müssen! Ansonsten riskieren wir diese Vielfalt und unseren Lebensraum.
Jetzt frage ich mich jedoch, wozu ich Post it Zettel mit der Aufschrift „Achtsam wahrnehmen, achtsam werden“ brauche. Ist es nicht selbstverständlich, dass man diese Dinge entdeckt und bewundert?
Ich bin nun 24 Jahre durch das Leben gekommen ohne je einen einzigen Post it Zettel für eine Aufschrift verschwendet zu haben, welche mir in keiner Art und Weise hilft, die Natur mehr zu achten. Das einzige Mittel was mir dabei hilft ist genügend Zeit, um mich der Faszination Natur, Tier und Mensch zu widmen.
Auf unser Blog-Thema bezogen finde ich wichtig, dass man die Augen nicht vor der Tatsache verschliesst, dass die Armut in der Schweiz auf florierenden Boden trifft und somit die Kluft zwischen arm und reich immer grösser wird.
- Aber auch dafür brauche ich keine POST IT ZETTEL!-
Sabrina Gort LGC 04
Öffnet die Augen!!!
Ich kann klar sagen, dass ich heute aufgrund des Wochenimpulses aufmerksamer durch die Welt gegangen bin. Denn sobald man dies im Hinterkopf hat, nimmt man vieles mehr wahr. Ansonsten geht man manchmal fast blind umher. Vor allem dann, wenn man täglich den gleichen Weg in die Schule fährt. In dieser Situation nehme ich meine Umwelt gar nicht mehr richtig war, da ich alles schon kenne und es nichts mehr Neues für mich ist. Auch ist man oft in Gedanken und konzentriert sich nicht konkret auf die Umgebung.
Anders sieht es aus, wenn ich in einer neuen Umgebung bin, die in mir das Interesse weckt. Dies hat sich zum Beispiel heute Morgen gezeigt. Unsere M&U-Lektionen fanden im Botanischen Garten statt. Wir erhielten eine spannende Führung und gingen im Garten umher. Dies hat mich interessiert und ich ging aufmerksam umher. Ich war auf die Pflanzen konzentriert und traf immer wieder schöne Blüten an.
Eigentlich ist es schon traurig, wie wenig man manchmal von seiner Umgebung wahrnimmt. Dies zeigt sich auch in Bezug auf unser Thema. Man spricht in der Schweiz immer wieder von der Armut in Drittwelt-Ländern. Im Fernsehen gibt es viele Werbungen, die uns aufmerksam machen, eine Patenschaft zu übernehmen und damit die Zukunft eines Kindes oder des ganzen Dorfes zu sichern. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich dies nicht gut finde. Das ist nicht mein Ziel, denn ich stehe hinter solchen Investitionen. Ich finde es lediglich traurig, dass es viele Kinder in der Schweiz gibt, die in Armut leben und in schwierigen Situationen aufwachsen müssen. Dies ist auf jeden Fall problematisch und davor sollte man nicht die Augen verschliessen. Es ist einfach so, dass dies oft nicht gesehen wird. Denn viele sind einfach froh darüber, wenn es ihnen gut geht und klagen bei finanziellen Schwierigkeiten. Viele leben hauptsächlich in ihren vier Wänden und kümmern sich nicht wirklich um andere.
Dienstag, 24. April 2007
Sommer im Frühling und Waldbrände
Mir persönlich gefällt das schöne Wetter. Ich verbringe sehr gerne meine Freizeit in der Natur und geniesse die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Die Artikel in der Zeitung haben mich jedoch wieder an die Klimasituation in der Schweiz erinnert. Ich fühle mich als Einzelperson hilflos, etwas gegen diese tickende Zeitbombe zu unternehmen. Klar möchte ich selbst etwas zum Umweltschutz beitragen. Darum versuche ich persönlich, möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und an anderen Orten an Treibstoff zu sparen. Doch auch die Gesellschaft sollte mehr auf dieses Problem aufmerksam werden und dagegen etwas tun.
Die steigenden Azonwerte sind erste Warnsignale des Frühlings, die auf das Problem der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung hinweisen. Das sommerliche Wetter im Frühling zeigt uns die Zukunft voraus. Beim jetzigen Lebensstandart in der Schweiz, wird sich unser Klima jedes Jahr um ein paar Grad erwärmen. In einigen Jahren wächst vielleicht schon die erste Palme in meinem Garten. Zudem wird die Gefahr von Waldbränden enorm steigen. Die Trockenheit schon jetzt im Frühling ist alarmierend und hat in einigen Orten Waldbrände ausgelöst. Wie wird es im Sommer sein, wo die Temperaturen noch steigen?
Die Ökonomie muss im sinnvollen Zusammenspiel mit Ökologie und Sozialem wirken. Unser Konsumverhalten wird durch die wachsende Ökonomie angeregt. Ich finde, dass man das Problem des Klimawandels ökonomisch bessern steuern sollte, denn die Ökonomie hat grosses Potenzial, in der Gesellschaft etwas zu verändern. Heutzutage ist es meist so, dass Umweltschutz teuer ist. Beispielsweise gibt es Autos, die mit Solarenergie aufgeladen werden. Diese Fahrzeuge sind wahnsinnig teuer. Bestimmt gäbe es viele Personen, die gerne ein solches Auto fahren würden, aber einfach zu wenig Geld dafür haben. Die Wirtschaft sollte die Produktion solcher Fahrzeuge ankurbeln, damit man sich ein umweltfreundliches Auto leisten kann. So hätten auch ärmere Menschen die Möglichkeit, sich für die Umwelt einzusetzen. Der Umweltschutz ist momentan für die Menschen manchmal zu teuer und zu wenig attraktiv. Viele denken heute nämlich "Was bringt es, wenn ich Geld in etwas investiere und es bringt gar nichts?" Auch für reiche Leute kann der Umweltschutz ansprechender gemacht werden. Man könnte Wettbewerbe für die besten "Anti- Klimaerwärmungsprojekte" machen. Reiche könnten in diese Projekte investieren und bekämen durch wirtschaftlichen Erfolg die Aufmerksamkeit des Volkes.