Ein überaus differenziert, faszinierend zu lesender, ausgezeichnet geführter Block! Gratulation!
Da steckt viel an Gedankenarbeit, Engagement, Reflexion, Emotionen, Achtsamkeit (und vieles mehr) drin, die ich während meiner Lektüre über zweieinhalb Stunden (:-)!) wahrgenommen habe.
Einige Gedanken:
Ich bin froh um die aussagekräftigen Informationen zum Giessen-Projekt im Sarganserland. Dies Landschaft werde ich mir bei Gelegenheit bestimmt „erwandern“ und studieren (mit Anreise im ÖV) Ich bin echt gespannt!
Vor zwei Jahren durchwanderte ich mit Freunden die ersten grossen Renaturierungsprojekte am Unterlauf der Thur im Kanton Zürich. Genial, was da alles an Veränderung in kurzer Zeit durch den Rückbau möglich wurde. Nun stehen auf den letzen Kilometern der Thur vor ihrer Mündung in den Rhein noch weitere riesige Renaturierungen an. Die Thur soll wieder mäandrieren und überschwemmen können, sodass neue Auenwälder entstehen.
Auch bei uns im mittleren Toggenburg wurden eine ganze Reihe von Bächen wieder „ausgedohlt“ und in natürliche Bachläufen zurück verwandelt (nachdem die Bäche bei Hochwasser zuvor ganze Quartiere überschwemmt hatten! Durch Schaden wird man offenbar klug).
Die grosse Frage ist für mich tatsächlich: Wie kommen wir zu einer neun Lebenseinstellung, die nicht einfach von vordergründigem Profitdenken, Egoismus, naivem Nichtwissen und Passivität geprägt sind, sondern die von Achtsamkeit, bewusstem Wahrnehmen, Sich-Vernetzt-Wissen und –Fühlen, von Engagement, Solidarität, Weitsicht geprägt ist?
Achtsames Wahrnehmen und bewusstes Leben, dies macht glücklich und gibt Sinn – da kann und muss ich Frau Ackermann nur zustimmen. Ich bin sicher, dass dies einer der zentralen Ansatzpunkte ist.
Eine kleine Erfahrung von mir zum Weiterdenken und Ausprobieren:
Dass Stress und Zeitnot Achtsamkeit zerstören, nicht aufkommen lassen, kennen wir alle.
Ich habe mir deshalb während vielen Monaten die Aufgabe gestellt, mich täglich im Achtsam-Sein zu üben. Ich trug in der Hosentasche einen kleinen Stein mit mir, der mich täglich mehrmals an meinen Vorsatz erinnerte. Nach über zwei Jahren hatte ich das Gefühl, dass Achtsamkeit nun „ganz“ (so weit dies möglich ist) zu meiner persönlichen Lebenshaltung gehört, also in allem irgendwie präsent war, auch wenn das tägliche Üben weiter gehen muss. Selbst in Momenten von extremem Stress taucht der Gedanke „Sei achtsam, nimm ganz bewusst war, sei nun ganz DA (und nicht im Stress)!“ ungerufen einfach auf!
Die Idee mit den post-it-Zetteln war gedacht als Impuls mit vielleicht ähnlicher Wirkung.
Ich freue mich auf die neuen Beiträge!
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