Montag, 21. Mai 2007

Nachhaltige Zukunft – Arbeitsauftrag vom 21. Mai 2007


Thema: Wen macht Schokolade (un)glücklich?

1. Begründung der Plakatwahl

Wir haben uns aus folgenden Gründen für dieses Plakat entschieden:

- Eigenmotivation: Schokoladenliebhaber

- Bietet Möglichkeit um in der Klasse Nachhaltigkeit zu demonstrieren

- Das Thema können wir in unserer späteren Berufspraxis umsetzen

- Schokolade ist sehr vielfältig und kann über die Sinne erfahrbar gemacht werden

- Vernetzung ist möglich

- Schokolade ist kindsgemäss und ein stetiges Thema

2. Analyse der Unterrichtseinheit

a) Begründung Unterschiede zwischen herkömmlicher Unterrichteinheit und einer Unterrichtseinheit zu BNE

- spannender Einstieg: direkte Konfrontation mit Fragestellung

- Degustation: Anregung der Sinne, Exemplarität, Realanschauung

- Mehrperspektivisches Lernen

- Kinder versetzen sich in verschiedene Rollen (Konsument, Ladenbesitzer/ Verkäufer/ Plantagenarbeiter)- emotionaler Bezug

- Kinder bilden sich eine Meinung, nehmen Standpunkt ein

- Verschiedene, neue Lernformen: Klassendiskussion, Podiumsdiskussionen…

- Exkursion: Realbegegnung

- Sehr viele verschiedene Medien, Lehr- und Lernformen

- Kein allgemeines Wissen, sondern spezifische Fähigkeiten

- Kinder können alle Sichtweisen begründen, nehmen verschiedene Standpunkte ein

b) Angestrebte Teilkompetenzen

Folgende Teilkompetenzen werden beim Schokoladenprojekt angestrebt:

a.5) Sie können zwischen Entwicklungen auf der lokalen Ebene, auf der nationalen Ebene und auf der globalen Ebene unterscheiden und erkennen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Ebenen.

c.2) Sie verstehen, warum Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammengeführt werden müssen, um zu begründeten Entscheidungen hinsichtlich Nachhaltiger Entwicklung zu gelangen.

c.4) Sie erkennen, dass aus gleichem Wissen unterschiedliche Entscheidungen resultieren können, die alle mit Blick auf eine Nachhaltige Entwicklung ihre jeweiligen Vor- und Nachteile haben, und sie lassen sich dadurch sowie durch die Unvollständigkeit des Wissens in ihrer Entscheidungsbereitschaft nicht beeinträchtigen.

e.2) Sie können die Qualität der Herkunft sowie die Reichweite von Informationen kritisch prüfen.

f.2) Sie können formulieren, welche Annahmen ihre persönliche Vorstellung der Zukunft der Gesellschaft prägen und sie sind in der Lage, im Vergleich diesbezügliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Vorstellungen anderer zu identifizieren und zu benennen sowie ihre Vorstellung kritisch zu hinterfragen.

g.5) Sie sind bereit und in der Lage, ihre eigene Meinung, auch wenn sie von anderen abweicht, in Aushandlungsprozessen zu begründen und konstruktiv zu vertreten.

c) Didaktische Prinzipien

- Visionsorientierung: Unterrichtseinheit über Max Havelaar und verschiedene Diskussionen

- Handlungs- und Reflexionsorientierung: handelnde Auseinandersetzung im Sinne von Probieren, etc.

- Entdeckendes Lernen: Einbringen der widersprüchlichen Fragestellung und die Auseinandersetzung damit.

- Vernetzendes Lernen: Lokale und globale Begebenheiten aus der Sichtweise verschiedener Akteure. Vernetzung von Gegenwart und Zukunft à Was bedeutet dies für uns?

- Zugänglichkeit: Unterrichtsgegenstand ermöglicht den Zugang (Schokolade). Stellt den Zugang zur Gegenwart und Zukunft her. Erweitert den Erfahrungshorizont. Bezug zu Bekanntem (Voraussetzung für sinnhaftes Lernen). Verbindet das Komplexe und Abstrakte, man geht vom Erfahrungshorizont des Kindes aus. Direkte leibliche Auseinandersetzung. Thematisieren von Widersprüchlichkeiten. Anknüpfung an Interessen

- Partizipation: Klasse wirkt als Gesamtheit. Thema das die ganze Klasse anspricht. Hauptfrage: Wo können Kinder sinnvoll mitgestalten?

3. Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit

b.2) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich darauf für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.

à Beispiel: Thematisierung von Budget-Schokolade. Welche Auswirkungen hat dieses Produkt auf den Produktions- und Konsumentenkreislauf?

a.4) Sie kennen verschiedene massgebende Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und wissen, dass diese Entwicklung aktiv gestaltet werden kann.

à Beispiel: Im Pausenkiosk kann man nur noch Produkte, die die nachhaltige Entwicklung unterstützen, kaufen.

4. Umsetzungsmöglichkeiten/ -ideen

- mehr Eigeninitiative der Kinder: Plakate gestalten, Interviews, Konsumtagebuch

- Vernetzung mit anderen Produkten, die ähnliche Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung haben

- Klassen- oder Schulhausübergreifendes Projekt: Pausenkiosk, nachhaltiger Mittagstisch

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