Dienstag, 8. Mai 2007

Ohne Vernetzung geht gar nichts

Am Morgen bin ich definitiv zu müde, um mir Gedanken über die Lebensmittel zu machen, die ich gerade esse. Hinzu kommt, dass für uns ein Frühstück sowie all die anderen Mahlzeiten alltäglich und selbstverständlich sind. Man fragt sich in dem Moment nicht, was es alles dazu braucht bis das Essen auf dem Tisch steht. Wenn ich mich nun damit auseinandersetze, geht mir einiges durch den Kopf. Einerseits finde ich es schwierig alle Zutaten eines Brotes aufzuschreiben und dann auch noch wissen, woher diese Zutaten kommen. Deshalb nehme ich als Beispiel die Milch, die wir von den Kühen bekommen und zum Frühstück trinken. Doch was braucht es, damit die Milch kauffertig im Geschäft steht. Zuerst muss der Bauer die Kühe pflegen und sie melken. Dabei ist es wichtig, dass die Kühe im Freien sowie im Stall genügend Platz und Auslauf haben. Sie müssen gefüttert werden. Dies ist mit viel Kosten für den Bauer verbunden. Die Kosten müssen sie mit dem Verdienst decken können. Anschliessend muss die Milch in die Fabriken transportiert werden. Dort wird die Milch abgepackt. Damit diese jedoch überhaupt abgepackt werden kann, müssen vorgängig die Verpackungen hergestellt worden sein. Dies ist auch wieder mit Kosten verbunden und es braucht viele Arbeitskräfte. Wenn die Milch schlussendlich abgepackt ist, muss sie wieder transportiert werden, damit wir sie anschliessend kaufen können. Somit schliesst sich der Zyklus, denn die Bauern verdienen aufgrund des Verkaufes. Doch erhalten sie nicht alles was wir dafür bezahlen, sondern auch die „Stationen“ dazwischen müssen bezahlt sein.

Ein anderes Beispiel wäre das Brot. Im Unterschied zur Milch, braucht es für ein Brot verschiedene Lebensmittel, die zusammengemischt werden müssen. Dies ist auch wieder ein zusätzlicher Aufwand, da alle Lebensmittel zuerst produziert werden müssen. Man kann sich nun denken, welcher Aufwand dafür benötigt wird. Das Erschreckende ist nur, dass wir uns dessen nicht bewusst sind, sondern es ohne zu hinterfragen einfach hinnehmen.

Da stellt sich die Frage: War das schon immer so? Oder gehen wir einfach immer unaufmerksamer durchs Leben? Vielleicht müssen wir uns wirklich öfter bewusst machen, dass nicht alles selbstverständlich ist. Die vielen Prozess dazwischen beachten wir nicht mehr!!!

Schauen wir uns einmal die Menschen an, die in Armut leben. Sie können sich nicht viel leisten und müssen lernen damit auszukommen. Was wäre, wenn alle, die die Mittel dazu haben etwas dagegen unternehmen würden? Es muss kein grosser Betrag sein, aber wenn viele etwas geben kann es grosse Auswirkungen haben. Was würde dies für solche Menschen bedeuten? Es wäre sehr wichtig für sie und uns würde es nicht schaden… Für diese Leute wäre auch eine gute Arbeitsstelle wichtig. Denn was würde es nützen, wenn sie gut verdienen würden? Sie könnten sich wieder gut ernähren, vielleicht ein Haus kaufen und somit im besten Falle aus der Armut herauskommen.

1 Kommentar:

ninJa hat gesagt…

Stimmt schon, man überlegt sich nie, woher das Produkt stammt oder wer alles dazu beigetragen hat. Würde man sich dies überlegen, hätte man wohl bedenklich länger für einen Einkauf, denn leider kommen immer no viel zu viel Produkte aus unzumutbaren Arbeitsverhältnissen...