Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, mit welchen Personen oder Handlungen ich vernetzt bin, oder besser gesagt abhängig bin. Durch eine Vernetzung wird immer auch eine Abhängigkeit von beiden Seiten aus aufgezeigt. Wenn ich dabei an meine Fahrt in die PHR denke, wird mir bewusst, wie abhängig oder eben vernetzt ich von anderen Leuten bin.
Ich wohne in dem schönen Sarganserland und lege somit täglich die Strecke Sargans-Rorschach zurück. Jeden Tag steige ich in einen sauberen Zug, welcher am Abend zuvor vom Reinigungspersonal säuberlich geputzt wurde. (Natürlich wurde dieser Zug zuerst noch gebaut, und das Metall transportiert, der Zug wurde getestet etc.-> ich gehe jedoch schon vom bestehenden Zug aus.). Nun kann die Fahrt beginnen! Der Lokomotivführer fährt uns nach Anweisungen von „XXXPersonal“ sicher nach Rorschach, während der Fahrt kontrolliert der Kondukteur unsere Billete und sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Fahrt. Um das Streckennetz in Stand zu halten benötigt es vieler Bahnarbeiter, welche peinlichst genau dafür sorgen, dass die Schienen intakt sind. Die Auflistung kann noch unendlich weitergehen. Es ist eindrücklich, wie viele Faktoren bei einer Dienstleistung miteinander vernetzt sind.
An dieser Stelle frage ich mich jedoch, ob die SBB im gleichen Masse von mir abhängig/ mit mir vernetzt ist, wie ich von ihr. Ich glaube, dass ich alleine keinen grossen Einfluss auf ein solch grosses Unternehmen habe. Dies würde sich erst auf sie auswirken, wenn mehrere Leute plötzlich einen anderen Dienst beanspruchen würden. Also ist mein Fazit, dass die Vernetzung von meiner Seite her grösser/ intensiver/ abhängiger ist, als von Seiten der SBB. Ist dies immer der Fall? (Ich finde momentan keine Antwort darauf…)
Ich denke, dass es gut ist, wenn man sich diesen komplexen Vernetzungen bewusst ist, denn nur so kann man diesen Arbeitern die Achtung entgegenbringen, welche sie auch verdienen.
Auf unser Thema „Armut in der Schweiz“ bezogen, gibt es unterschiedliche Vernetzungen mit der Gesellschaft. Dabei spielt eine grosse Rolle, dass viele Produkte und Dienstleistungen von mittellosen Leuten in der Schweiz gar nicht in Anspruch genommen werden kann, da vielfach das Geld dazu fehlt. Somit gehen sie weniger Vernetzungen ein, als wir.
Sabrina Gort LGC 04
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2 Kommentare:
Deine Ausführungen finde ich sehr interessant. Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, Vernetzungen zu sehen, damit man Produkte und Dienstleistungen schätzen kann. Dies sollte uns vielleicht auch ein wenig davor bewaren, uns ständig über die Preise zu ärgern, und Produkte und Dienstleistungen zu teuer zu finden. Denn eigentlich ist es schon der Wahnsinn. Ich kann eine frische Ananas im Supermarkt kaufen, die sechs Franken kostet. Ich tue das ziemlich selten, da ich sechs Franken schon eine Menge Geld finde. Aber wenn man bedenkt: die Arbeiter in den Philippinen mussten zu den Pflanzen schauen, diese ernten, verpacken, verschiffen. Dann vielleicht in der Schweiz angekommen, musste die sechs Franken Ananas mit dem Lastwagen in die Filiale gebracht werden. Dort von den ArbeiterInnen hingelegt werden....
Eigentlich ist es doch ein Schnäppchen!
Ich bin ganz deiner Meinung, dass wir uns oft nicht bewusst sind, was es alles braucht, damit wir so leben können wie wir leben. Wir kommen in der ganzen Welt umher und beschweren uns noch, wenn wir 10 Minuten Verspätung haben. Klar, nerve ich mich auch über dies. Wenn ich mir nun aber überlege, wird mir bewusst wie abhängig wir sind und wie reibungslos es meistens abläuft. Da stellt sich die Frage: Sind wir zu anspruchsvoll? Wären wir bescheidener, wenn es nicht soviel Komfort gäbe. Dies kann ich ganz klar mit ja beantworten! Wir sind abhängig, dass alle Vernetzungen klappen, schätzen es aber auch nicht wirklich. Beschweren uns lediglich, wenn es falsch läuft...
Ein weiterer Aspekt möchte ich noch anmerken: klar ist die SBB nicht so abhängig, wie du von ihr. Aber die SBB ist darauf angewiesen, dass ihre Dienstleistung genutzt wird, ansonsten sind die Kosten nicht mehr zu decken!
Nicole Hobi LGC04
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