Montag, 30. April 2007

3. Wochenimpuls: "Achtsam wahrnehmen, achtsam werden"- Brauche ich Post-it Zettel dazu?

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden...
Das erste was mir dazu in den Sinn kommt ist: Naturspaziergänge; Augen öffnen; Zeit haben; Kleinigkeiten beachten; nicht nur in die Ferne schweifen, sondern auch unsere Natur schätzen; Aufmerksam sein....
Meine Liste könnte ich noch endlos weiterführen. Für mich jedoch das Wichtigste dabei ist, dass wir nicht nur die grossen Dinge, Naturphänomene oder Ereignisse beachten, sondern auch kleine Geschehnisse, welche vor unserer Haustüre oder in unserem Garten geschehen.

Genau diese Kleinigkeiten sind es, die das Leben für mich so sinnvoll machen. Für mich gibt es nichts schöneres, als durch die Natur zu gehen und dem beeindruckenden Schauspiel der Tiere und Pflanzen zu zusehen. Dabei entdecke ich, wie wundervoll die Welt ist (oder sein kann!). Diese Beobachtungen erfüllen mich mit Bewunderung und Achtung. Die Natur ist ein faszinierendes und wunderbares Geschenk, zu welchem wir Sorge tragen müssen! Ansonsten riskieren wir diese Vielfalt und unseren Lebensraum.

Jetzt frage ich mich jedoch, wozu ich Post it Zettel mit der Aufschrift „Achtsam wahrnehmen, achtsam werden“ brauche. Ist es nicht selbstverständlich, dass man diese Dinge entdeckt und bewundert?
Ich bin nun 24 Jahre durch das Leben gekommen ohne je einen einzigen Post it Zettel für eine Aufschrift verschwendet zu haben, welche mir in keiner Art und Weise hilft, die Natur mehr zu achten. Das einzige Mittel was mir dabei hilft ist genügend Zeit, um mich der Faszination Natur, Tier und Mensch zu widmen.

Auf unser Blog-Thema bezogen finde ich wichtig, dass man die Augen nicht vor der Tatsache verschliesst, dass die Armut in der Schweiz auf florierenden Boden trifft und somit die Kluft zwischen arm und reich immer grösser wird.
- Aber auch dafür brauche ich keine POST IT ZETTEL!-

Sabrina Gort LGC 04

Öffnet die Augen!!!

Ich kann klar sagen, dass ich heute aufgrund des Wochenimpulses aufmerksamer durch die Welt gegangen bin. Denn sobald man dies im Hinterkopf hat, nimmt man vieles mehr wahr. Ansonsten geht man manchmal fast blind umher. Vor allem dann, wenn man täglich den gleichen Weg in die Schule fährt. In dieser Situation nehme ich meine Umwelt gar nicht mehr richtig war, da ich alles schon kenne und es nichts mehr Neues für mich ist. Auch ist man oft in Gedanken und konzentriert sich nicht konkret auf die Umgebung.
Anders sieht es aus, wenn ich in einer neuen Umgebung bin, die in mir das Interesse weckt. Dies hat sich zum Beispiel heute Morgen gezeigt. Unsere M&U-Lektionen fanden im Botanischen Garten statt. Wir erhielten eine spannende Führung und gingen im Garten umher. Dies hat mich interessiert und ich ging aufmerksam umher. Ich war auf die Pflanzen konzentriert und traf immer wieder schöne Blüten an.
Eigentlich ist es schon traurig, wie wenig man manchmal von seiner Umgebung wahrnimmt. Dies zeigt sich auch in Bezug auf unser Thema. Man spricht in der Schweiz immer wieder von der Armut in Drittwelt-Ländern. Im Fernsehen gibt es viele Werbungen, die uns aufmerksam machen, eine Patenschaft zu übernehmen und damit die Zukunft eines Kindes oder des ganzen Dorfes zu sichern. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich dies nicht gut finde. Das ist nicht mein Ziel, denn ich stehe hinter solchen Investitionen. Ich finde es lediglich traurig, dass es viele Kinder in der Schweiz gibt, die in Armut leben und in schwierigen Situationen aufwachsen müssen. Dies ist auf jeden Fall problematisch und davor sollte man nicht die Augen verschliessen. Es ist einfach so, dass dies oft nicht gesehen wird. Denn viele sind einfach froh darüber, wenn es ihnen gut geht und klagen bei finanziellen Schwierigkeiten. Viele leben hauptsächlich in ihren vier Wänden und kümmern sich nicht wirklich um andere.

Dienstag, 24. April 2007

Sommer im Frühling und Waldbrände

In der Zeitung "Südostschweiz" haben mich zwei Artikel vom 24. April sehr angesprochen. "Sommer mitten im Frühling" und "Drei Feuerwehrleute bei Waldbränden verletzt". Im ersten Artikel wurde beschrieben, wie aussergewöhnlich schön und warm das Wetter im diesjährigen April ist. Die Abweichung auf die Durchschnittswerte betrage laut MeteoSchweiz zwischen vier und fünf Grad Celsius. Der zweite Artikel beschreibt Waldbrände im Wallis und im Baselbiet, wo drei Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten Rauchvergiftungen erlitten. Das Feuer sei an einem schwer zugänglichen Gebiet ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Die Waldbrandgefahr sei auf der Alpensüdseite (Bündner Südtäler und Tessin) enorm gestiegen. In allen Kantonen der Schweiz sei absolute Vorsicht aufgrund der enormen Trockenheit geboten.

Mir persönlich gefällt das schöne Wetter. Ich verbringe sehr gerne meine Freizeit in der Natur und geniesse die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Die Artikel in der Zeitung haben mich jedoch wieder an die Klimasituation in der Schweiz erinnert. Ich fühle mich als Einzelperson hilflos, etwas gegen diese tickende Zeitbombe zu unternehmen. Klar möchte ich selbst etwas zum Umweltschutz beitragen. Darum versuche ich persönlich, möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und an anderen Orten an Treibstoff zu sparen. Doch auch die Gesellschaft sollte mehr auf dieses Problem aufmerksam werden und dagegen etwas tun.

Die steigenden Azonwerte sind erste Warnsignale des Frühlings, die auf das Problem der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung hinweisen. Das sommerliche Wetter im Frühling zeigt uns die Zukunft voraus. Beim jetzigen Lebensstandart in der Schweiz, wird sich unser Klima jedes Jahr um ein paar Grad erwärmen. In einigen Jahren wächst vielleicht schon die erste Palme in meinem Garten. Zudem wird die Gefahr von Waldbränden enorm steigen. Die Trockenheit schon jetzt im Frühling ist alarmierend und hat in einigen Orten Waldbrände ausgelöst. Wie wird es im Sommer sein, wo die Temperaturen noch steigen?

Die Ökonomie muss im sinnvollen Zusammenspiel mit Ökologie und Sozialem wirken. Unser Konsumverhalten wird durch die wachsende Ökonomie angeregt. Ich finde, dass man das Problem des Klimawandels ökonomisch bessern steuern sollte, denn die Ökonomie hat grosses Potenzial, in der Gesellschaft etwas zu verändern. Heutzutage ist es meist so, dass Umweltschutz teuer ist. Beispielsweise gibt es Autos, die mit Solarenergie aufgeladen werden. Diese Fahrzeuge sind wahnsinnig teuer. Bestimmt gäbe es viele Personen, die gerne ein solches Auto fahren würden, aber einfach zu wenig Geld dafür haben. Die Wirtschaft sollte die Produktion solcher Fahrzeuge ankurbeln, damit man sich ein umweltfreundliches Auto leisten kann. So hätten auch ärmere Menschen die Möglichkeit, sich für die Umwelt einzusetzen. Der Umweltschutz ist momentan für die Menschen manchmal zu teuer und zu wenig attraktiv. Viele denken heute nämlich "Was bringt es, wenn ich Geld in etwas investiere und es bringt gar nichts?" Auch für reiche Leute kann der Umweltschutz ansprechender gemacht werden. Man könnte Wettbewerbe für die besten "Anti- Klimaerwärmungsprojekte" machen. Reiche könnten in diese Projekte investieren und bekämen durch wirtschaftlichen Erfolg die Aufmerksamkeit des Volkes.

Nachhaltige Entwicklung in den Medien



Weshalb ist es bereits im April so warm wie sonst im Sommer?
Wohin führt das noch?
Welche Gründe gibt es dafür?


Diese und ähnliche Fragen beschäftigen momentan sehr viele. Die globale Klimaerwärmung ist ein sehr zentrales Thema. Es wird ständig darüber gesprochen und geschrieben, welche fatalen Folgen das Ausbleiben des Regens mit sich bringt. Bis jetzt ist erst 10 Prozent der üblichen Regenmenge im Monat April gefallen. Dies führt dazu, dass ein Kanton nach dem anderen ein allgemeines Feuerverbot erlässt. Von Tag zu Tag steigt die Waldbrandgefahr und im Kanton Tessin wütet seit Montag ein grosser Waldbrand, der enorm viele Einsatzkräfte verlangt.
Man spricht bereits von einer prekären Lage wie im Hitze-Sommer 2003, und das zu dieser Jahreszeit. Nebst der Waldbrandgefahr sinken die Wasserpegel der Seen und Flüsse. In Norditalien wurde bereits der Notstand ausgerufen.

Solche Extrem-Situationen sind sehr bedenklich und ich stelle mir die Frage, wie das wohl weitergeht. Denn von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Man kann sich nun überlegen, welche Auswirkungen solche Lagen mit sich bringen. Denn die anhaltende Dürre belastet die Landwirtschaft enorm und die Ernten gehen zurück. Dies ist vor allem problematisch für Personen, die von der Landwirtschaft abhängig sind und sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Wenn die Ernten zurückgehen, können die Bauern nicht mehr so viel verkaufen und ihr Verdienst geht zurück. Wenn das nun so weitergehen würde, müssten solche Leute sogar um ihre Existenz bangen und sich womöglich ein anderes Tätigkeitsfeld suchen. Dies kann ich soweit mit meinem Thema in Verbindung bringen, da dies zu Armut führen würde. Denn diese Leute sind von der Landwirtschaft abhängig und wenn diese nicht mehr gesichert ist, kommen wird es problematisch.
In Bezug auf die Ernte muss man sich zusätzlich überlegen, dass womöglich der Marktwert von den Produkten steigen würde, da sie immer rarer werden. Dies würde dazu führen, dass sich nur die Leute dies leisten könnten, die genügend verdienen. Daraus könnte man folgern, dass sich nur gut verdienende Leute eine ausgewogene Ernährung leisten könnten, was nun wirklich brutal wäre.

Ich muss sagen, dass ich die Situation nun wirklich etwas hochgespitzt habe. Doch man weiss wirklich nicht, wie es in 10 Jahren aussehen wird. Die Folgen unseres Fehlverhaltens können wir keineswegs voraussehen. Es ist einfach schockierend, welche Probleme nach und nach auftreten und der Grund dafür liegt ganz bestimmt bei uns. Die Klimaerwärmung und das Ozonloch sind einige Zeugen dafür.

Montag, 23. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Vorerst möchte ich auf Veränderungen in meiner Umgebung aufmerksam machen. Ich tue dies, weil wir heute Morgen über das Aussterben gewisser Tier- und Pflanzenarten, sowie veränderte Lebensräume thematisiert haben.

Beim gemütlichen Abendessen an einem sommerlichen Frühlingstag, wurde die friedliche Abendstimmung nicht durch schönes Vogelgezwitscher bereichert, sondern durch das ständige Krächzen von Raben gestört. Nun dann, wenn diese Raben schon immer da gewesen wären, würden sie zu einem Abendessen wie dem heutigen dazugehören. Aber ich weiss mit Sicherheit, dass diese Vögel erst seit kurzer Zeit so häufig sind bei uns. Dafür habe ich Gartenrotschwänzchen seit einiger Zeit nicht mehr bei uns im Garten gesehen. Wurde ihr Lebensraum zerstört, ihre Nische?

Vorallem im Dorfkern, wo wir leben, mussten (?) viele Bäume und Sträucher pflegeleichtem Rasen weichen. Ich konnte Jungvögel beobachten, die keine Anflugsstelle von ihrem Nest aus mehr hatten und somit den zahlreich vorhandenen Katzen, die am Boden warteten, praktisch ins Maul flogen.

In unserem Quartier hat es einen grossen Garten, den mehrere Quartiersanwohner bepflanzen. Daneben ist ein kleine Wiese mit Bäumen, welche zur Zeit wieder in ihrer vollen Blütenpracht stehen.

Dieser kleine grüne Fleck bietet folgendes:

  • Ökologisch gesehen bieten die Bäume Nistmöglichkeiten und vor allem im Sommer vermindern sie die Hitzebildung.
  • Ökonomie: Der Boden ist aus wirtschaftlicher Betrachtsweise schlecht genutzt.
  • Für das Quartiersleben erfüllt dieser Garten eine wichtige soziale Funktion. Man trifft sich dort und spricht miteinander.

Nun was will jetzt die Gemeinde, die diesen Boden gekauft hat, damit anfangen? Sie will daraus Parkplätze machen. Es gibt ja wohl nichts, dass weniger attraktiv ist als Parkplätze! Nun dann, ich hoffe, das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen.

Was mir ansonsten vor allem in den letzten Tagen immer wieder aufgefallen ist in den Medien, sind die hohen Ozonwerte. Es ist wichtig, dass wir diese besser in den Griff bekommen.

  • Ökologisch gesehen stellen dies ein Problem für die Umwelt, hauptsächlich auch für uns Menschen dar.
  • Ökonomie: Wie kann man die Ozonwerte verbessern? Wie kostenintensiv sind diese Massnahmen?
  • Soziales: Kommt es soweit, dass Menschen die stark negativ auf Ozonwerte reagieren nicht mehr aus dem Haus können und sich dies somit negativ auf ihr Sozialleben auswirkt?

Nachhaltige Entwicklung könnte man als DAS zentrale Theam weltweit betrachten, denn es gibt nichts wichtigeres für unsere Generation wie für die kommenden.

2. Wochenimpuls: Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Unsere Aufgabe für diese Woche bestand darin, Medienberichte zu suchen, in welchen das Thema "Nachhaltige Entwicklung" thematisiert werden. Ich bin über die Anzahl der gefundenen Artikel überrascht. Ich habe verschiedene Medien konsultiert und dabei festgestellt, dass die Nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle einnimmt.

Am Wochenende habe ich eine Reportage im Radio über die aussterbenden Bienenvölker gehört. Es war ein sehr interessanter, jedoch auch beängstigender Bericht. Dabei wurden verschiedene Aspekte beleuchtet:
- Warum sterben immer mehr Bienenvölker?
- Welche Auswirkungen hat der Verlust der Bienen?
- Was kann gegen diese Enwicklung unternommen werden?

Bei der Reportage kam gut zur Geltung, wie wichtig die Bienen für unsere Welt sind. Es ist falsch zu glauben, dass unser Leben ohne die Bienenvölker "normal" weitergehen kann.
Das Aussterben der Bienen tangiert alle Bereiche des Nachhaltigkeits-Dreiecks:

Ökologisch: Bienen sterben aus -> Blumen werden nicht mehr bestäubt etc.
Ökonomisch: Die Wiesen werden nicht mehr bestäubt -> Bauern haben kein Futter mehr für ihre Tiere -> Einkommen kann nicht gewährleistet werden.
Sozial: Ein Teil der "Schweizer Kultur" stirbt

Somit darf und kann man das Bienenproblem nicht als Lapalie abstempeln, sonder muss sich aktiv um derer Erhaltung bemühen.

Ein weiteres brissantes Thema in der Zeitung (bsp. 20 Minuten) sind die hohen Ozonwerte. In den letzten zwei Wochen ist in der Schweiz kaum Regen gefallen. Dies hat fatale Folgen für die Ozonwerte. Verschiedene Organisationen fordern die Regierung auf, aktive Massnahmen zur Minderung der Werte zu ergreifen. Dazu gehören die Sofortmassnahmen der Grünen, welche die Tempolimiten auf Schweizer Strassen senken wollen. Leider gibt es bis jetzt wenig Massnahmen, welche das Problem am Ursprung packen.

Auch dieses Problem lässt sich auf das Nachhaltigkeitsdreieck anwenden:
Ökonomisch: Hohe Investition zu Gegenmassnahmen.
Ökologisch: Ozonwerte sind hoch -> Gefährdung für den Mensch
Sozial: Rückgang von gemeinschaftlichen Aktivitäten im Freien.

Es ist beängstigend und zugleich erleichternd, wie viele Themen mit der Nachhaltigen Entwicklung in Verbindung stehen. Beängstigend in der Hinsicht, dass die Auswirkungen fatale Folgen für die Menschheit bedeuten, erleichternd, dass die Probleme erkannt und "Rettungsmassnahmen" getroffen werden.

Zu unserem Thema habe ich keinen Artikel gefunden, welchen das Thema Nachhaltige Entwicklung beinhaltet.

Sabrina Gort LGC 04

Mittwoch, 18. April 2007

Naturschutz in der Schweiz

Als ich den Begriff nachhaltige Entwicklung zum ersten Mal gehört habe, ist mir sofort unser ALGE-Projekt in den Sinn gekommen. In der Sarganser Rheinau gibt es Giessen. Giessen sind kleine Flüsschen, die spezifische Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise ist die Wassertemperatur das ganz Jahr über konstant und die Fliessgeschwindigkeit ist sehr langsam. Der Giessen ist somit ein einzigartiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Als in den 60iger Jahren die Rheinsohle gesenkt wurde, ist der Grundwasserspiegel in der ganzen Rheinau gesunken. Giessen werden vom Grundwasser gespiesen. Dadurch dass der Grundwasserspiegel sank, sind die Giessen ausgetrocknet. Das wäre das Ende eines wertvollen Lebensraumes gewesen, hätte sich nicht Jahre später der Verein pro Rheinaugiessen formiert, welcher es sich zum Ziel macht die Giessen zu renaturieren. Mit grossem Engagement und freiwilliger Arbeit ist es ihnen bis zum heutigen Tag gelungen mehrere km Giessen wieder zum fliessen zu bringen. Das Ziel unserer ALGE-Arbeit war es, den Bekannheitsgrad der Giessen in der Region zu erhöhen und an einem Naturschutzprojekt selbst mitzuarbeiten. Es war eine tolle Erfahrung Natruschutz auch im eigenen Dorf betreiben zu können. Wir ernteten für unsere Arbeit und Einsatz von der Dorfgemeinschaft viel Lob.
Leider mussten wir schon kurze Zeit später negative Erfahrungen machen. Vadalenakte im Giessen hatten den Lehrpfad stark beschädigt. Zudem erlebten wir am Frontag auch so einige Überraschungen. Hundehalter hatten die Säcklein mit dem Hundekot einfach in den Giessen geworfen. Bauern hatte ihre Komposthaufen einfach neben dem Giessen errichtet und Leute, die im Pfadihäuschen Fester gefeiert hatten, haben ihren Abfall und leeren Flaschen einfach dort liegen gelassen. Diese Rücksichts- und Respektlosigkeit hat mich sehr wütend gemacht.

Ich denke, das ist das Problem bei der nachhaltigen Entwicklung. Es wird immer viele Menschen geben, die sich um eine bessere Zukunft bemühen. Aber es wird auch immer Leute geben, die diese Ideale bremsen werden.

Die Ungerechte Verteilung der Güter ist nicht nur in der Dritten Welt eine Tatsache. Immer mehr Menschen in der Schweiz leben unter dem Existenzminimum. Eine Entwicklung die ich mit grosser Besorgnis betrachte und sich mit meinen persönlichen Vorstellungen überhaupt nicht deckt. Ich denke, es ist wirklich an der Zeit diese Probleme ernst zu nehmen. Solche ungerechten Verteilungen sind Nährboden für politische Instabilität und extremen politischen Lagern.

Nachhaltige Zukunft in meiner Umgebung

Wenn man das Thema der Nachhaltigen Zukunft aus ganzheitlicher Sicht mit den Schwerpunkten Ökonomie, Ökologie und Soziales betrachtet, muss man leider feststellen, dass in meiner Umgebung Nachholbedarf besteht.
Es gibt zwar einige sehr gute Beispiele, wie die Renaturierung der Giessen, was eine Wiederbelebung der Flora und Fauna bewirkt, ein einmaliges Naherholungsgebiet auch für unsere Nachwelt sichert und einige Besucher in unsere Region lockt. Ein weiteres positives Beispiel ist der Verkauf regionaler Landwirtschaftsprodukte durch die Einkaufsmärkte. So wird das lokale Gewerbe unterstützt und vielen landwirtschaflichen Betrieben eine neue Zukunftsperspektive geboten. Die Umwelt wird durch kurze Transportwege geschont und eine gesunde Ernährung kann garantiert werden.
Allerdings handelt es sich bei den genannten Beispielen nur um Teilgebiete, die keinen grossen Einfluss auf das gesamte Gleichgewicht in unserem Gebiet haben. Betrachtet man die Schwerpunkte aus einer übergeordneten Perspektive, so kommt man schnell zum Schluss, dass eine grosse Unausgewogenheit herrscht:
Der Faktor Soziales ist relativ gut ausgebildet. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, sich in einer Vielzahl von Vereinen zu beteiligen und das soziale Netz ist durch die Dorfstruktur sehr engmaschig. Doch dieses Bild der heilen Welt soll nicht darüber hinweg täuschen, dass auch in unserer Region Armut vorkommt.
Während der letzten zwei Jahrzehnte hat sich die Wirtschaft in unserer Region kaum entwickelt. Grosse Industriebetriebe schlossen ihre Pforten und viele verloren ihre Anstellung. So wurden immer mehr Arbeitnehmer dazu gezwungen, eine Stelle ausserhalb unserer Region anzunehmen und die Region wurde zu einer wahren Pendlerhochburg. So hat man sich wirtschaftlich einigermassen erholt. Einige haben jedoch nicht die Möglichkeit, einen weiten Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, was oft in der Arbeitslosigkeit und manchmal auch in der Armut endet. Will man diesem Problem begegenen , kommt man nicht darum herum, wieder attraktive Arbeitgeber in unsere Region zu holen. So kann auch der nächsten Generation eine sichere Zukunft geboten werden.
Wenn man schliesslich das Thema Ökologie betrachtet, muss man feststellen, dass die Bevölkerung noch zu wenig sensibilisiert ist. Heftige Diskussionen um die Einführung der Sackgebühr beispielsweise lassen erahnen, dass der Gedanke eines nachhaltigen Umgangs mit unserer Umwelt noch längst nicht bei allen angekommen ist. Dies könnte man auch als Armut sehen - zumindest als geistige...

Dienstag, 17. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meiner Umgebung

Wenn ich an die Nachhaltige Entwicklung in meiner Umgebung denke, fällt mir zuerst unsere Arbeit in Lerngemeinschaften ein. Für dieses Projekt haben wir uns für die Giessen in der Sarganser Rheinau engagiert. Die Giessen sind ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, der unbedingt erhalten werden muss. Der Rhein wurde vor Jahren eingedämmt und ausgebaggert. Dadurch sank der Grundwasserspiegel und die Giessen, trockneten aus. Nun werden sie wieder ausgeforstet und bis zum Grundwasser ausgebaggert, damit wieder Wasser hindurch fliessen kann.
Das Ziel unserer Arbeit bestand darin, die Bevölkerung in der Umgebung für diese Thematik zu sensibilisieren. Denn die meisten Leute wissen nicht einmal, was die Giessen sind, obwohl sie nicht weit davon entfernt leben. Deshalb haben wir einerseits einen Projekttag mit einer 5. Klasse in Sargans organisiert, um bereits bei den Kindern anzuknüpfen. Andererseits haben wir einige Beiträge geleistet, damit der Lehrpfad (bestand bereits) des Vereins Pro Rheinau Giessen aufgerüstet wurde. Auch haben wir einen Frontag durchgeführt und an die Bevölkerung appelliert.
Das Engagement für diesen Lebensraum lohnt sich sehr, auch wenn es mit viel Aufwand verbunden ist. Es zeigt einfach, wie wichtig es ist sich für solche Projekte zu engagieren, damit ein wichtiger Lebensraum erhalten bleibt.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch genügend Dinge, die in unserer Gesellschaft falsch laufen, wie z.B. die Abgase produziert durch das Autofahren oder die nicht eingehaltene Abfalltrennung, was sich jedoch durch die Abfallgebühr etwas verbessert hat.

Die Nachhaltige Entwicklung in Zusammenhang mit unserem Thema zu bringen fällt mir sehr schwer und ich kann mich dazu nicht äussern.

1. Wochenimpuls: Nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld

Ich habe mir noch nie Gedanken über diese Thematik gemacht, was ich als sehr beängstigend empfinde. Die Nachhaltige Entwicklung stellt für uns einen wichtigen Schritt in Richtung "gesunde Welt" dar. Wir dürfen nicht weiter die Augen davor verschliessen, was (wir) in der Vergangenheit falsch gemacht (haben) wurde, sondern was wir in Zukunft richtig machen können.

Wenn ich mein Umfeld durchforste, dann sehe ich verschiedene Organisationen und Vereine, welche sich mit der Nachhaltigen Entwicklung beschäftigen. Vereine wie der Fischereiverein oder der Verein Pro Rheinau Giessen beschäftigen sich mit Fragen, wie wir Fische oder andere Tierarten schützen, ihren Bestand sichern und ihren Lebenraum erhalten können. Leider stelle ich fest, dass solche Vereine auf wenig Interesse in der Gesellschaft stossen. Noch beängstigender finde ich das Unwissen der Menschen über die aktuelle Umweltproblematik. Sie zeigen wenig Interesse an der Natur und ihrem Schutz. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass sie unsere Lebensgrundlage ist! Wenn wir die Erde vernichten, vernichten wir uns selber!
Ich habe mit verschiedenen Leuten über den Zusammenhang der Nachhaltigen Entwicklung mit dem Thema "Armut in der Schweiz" gesprochen. Dabei habe ich festgestellt, dass es nicht so einfach ist, sich eine Meinung darüber zu bilden.
In der Schweiz leben ca. 9 Prozent der Menschen in Armut. Darunter sind mehrheitlich Grossfamilien, Working Poors und Alleinerziehende. Was hat diese Problematik mit der Nachhaltigen Entwicklung zu tun, welche sich u.a für die Erhaltung der Tierarten oder der Bewahrung der natürlichen Ressourcen einsetzt?
Meiner Meinung nach, herrscht zwischen diesen Themen keinen eindeutigen Zusammenhang, ausser, dass auch Arme Menschen eine saubere und gesunde Welt wollen. Jedoch lässt sich keine Auswikrung auf ihre finanzielle Armut feststellen.
Sabrina Gort LGC 04