Mittwoch, 18. April 2007

Nachhaltige Zukunft in meiner Umgebung

Wenn man das Thema der Nachhaltigen Zukunft aus ganzheitlicher Sicht mit den Schwerpunkten Ökonomie, Ökologie und Soziales betrachtet, muss man leider feststellen, dass in meiner Umgebung Nachholbedarf besteht.
Es gibt zwar einige sehr gute Beispiele, wie die Renaturierung der Giessen, was eine Wiederbelebung der Flora und Fauna bewirkt, ein einmaliges Naherholungsgebiet auch für unsere Nachwelt sichert und einige Besucher in unsere Region lockt. Ein weiteres positives Beispiel ist der Verkauf regionaler Landwirtschaftsprodukte durch die Einkaufsmärkte. So wird das lokale Gewerbe unterstützt und vielen landwirtschaflichen Betrieben eine neue Zukunftsperspektive geboten. Die Umwelt wird durch kurze Transportwege geschont und eine gesunde Ernährung kann garantiert werden.
Allerdings handelt es sich bei den genannten Beispielen nur um Teilgebiete, die keinen grossen Einfluss auf das gesamte Gleichgewicht in unserem Gebiet haben. Betrachtet man die Schwerpunkte aus einer übergeordneten Perspektive, so kommt man schnell zum Schluss, dass eine grosse Unausgewogenheit herrscht:
Der Faktor Soziales ist relativ gut ausgebildet. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, sich in einer Vielzahl von Vereinen zu beteiligen und das soziale Netz ist durch die Dorfstruktur sehr engmaschig. Doch dieses Bild der heilen Welt soll nicht darüber hinweg täuschen, dass auch in unserer Region Armut vorkommt.
Während der letzten zwei Jahrzehnte hat sich die Wirtschaft in unserer Region kaum entwickelt. Grosse Industriebetriebe schlossen ihre Pforten und viele verloren ihre Anstellung. So wurden immer mehr Arbeitnehmer dazu gezwungen, eine Stelle ausserhalb unserer Region anzunehmen und die Region wurde zu einer wahren Pendlerhochburg. So hat man sich wirtschaftlich einigermassen erholt. Einige haben jedoch nicht die Möglichkeit, einen weiten Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, was oft in der Arbeitslosigkeit und manchmal auch in der Armut endet. Will man diesem Problem begegenen , kommt man nicht darum herum, wieder attraktive Arbeitgeber in unsere Region zu holen. So kann auch der nächsten Generation eine sichere Zukunft geboten werden.
Wenn man schliesslich das Thema Ökologie betrachtet, muss man feststellen, dass die Bevölkerung noch zu wenig sensibilisiert ist. Heftige Diskussionen um die Einführung der Sackgebühr beispielsweise lassen erahnen, dass der Gedanke eines nachhaltigen Umgangs mit unserer Umwelt noch längst nicht bei allen angekommen ist. Dies könnte man auch als Armut sehen - zumindest als geistige...

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