1. Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?
Eigentlich fiel es uns sehr leicht, fünf Sachen zu finden, die wir nicht mehr nutzen. So viele Sachen besitzen wir, die für uns nicht mehr aktuell sind. Beim konkreten Auswählen kam uns jedoch oft der Gedanke: ach, aber das brauche ich doch vielleicht trotzdem noch? Möchte ich das überhaupt abgeben? Erinnerungen, die mit dem Gegenstand verbunden sind, kamen hoch. Noch kurzem In- uns- gehen packten wir die Sachen für die Tauschbörse aber ein. Die Idee des Tauschmorgens haben wir auch unseren Familien bekannt gegeben. So haben sie auch einige Gegenstände dafür entbehrt.
2. Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?
- brauche ich nicht mehr
- ist für mich nicht mehr aktuell
- ist für mich nicht essentiell
- kann ich entbehren
- mit wenig emotionalem Wert
- hat wenig finanziellen Wert
- braucht wenig Platz (Transport J)
3. Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?
Da wir nach den obenstehenden Kriterien auswählten, fiel es uns leicht die gewählten Sachen abzugeben. Wir konnten uns zudem auf diese Tauschaktion vorbereiten und wir wussten, was uns erwartet. Weil wir wussten, dass wir jemand anderem ein Lächeln auf das Gesicht zaubern könnten, war es uns ein leichtes Entbehren. Ausserdem freuten wir uns auch sehr, einige Schnäppchen der anderen Studis zu ersteigern.
Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?
Wir freuten uns über die Vielzahl der spannenden Gegenstände. Es löste in uns Neugier, Kauffieber, Ramschstimmung und Lust auf Neues aus. Wir fragten uns, wieso jemand diesen Gegenstand nicht mehr braucht, welche Geschichte dahinter steckt und wie einige Sachen überhaupt funktionieren. Bei einigen Gegenständen fragten wir uns, wieso jemand so etwas weggeben kann, wo es doch wunderbar funktionstüchtig ist. Wir hätten einige Sachen vielleicht nicht abgegeben. Einige Sachen waren für uns Ramsch, den wir nie mitgenommen hätten.
4. Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?
Es spielt uns keine grosse Rolle, dass einige Gegenstände nicht mitgenommen wurden, da wir uns schon zuvor von den erwähnten emotional getrennt haben. Einige Gegenstände haben bei den Studis keinen Anklang gefunden, wobei die Gegenstände nun ja in ein Brockenhaus kommen, wo sie einen anderen Interessenten/ eine Interessentin begeistern können. Wir freuen uns, dass die Gegenstände einem späteren Besitzer nützlich sein können und Freude bereiten.
5. Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum? (Es gibt für beides gute Gründe)
Wir haben mehr mitgebracht als mitgenommen. Obwohl finanziell gesehen der Wert der mitgebrachten Gegenständen grösser war als der Wert der erstandenen Gegenstände sind wir mit den neuen Gegenständen zufriedener als mit den alten. Die „Neuheit“ der Gegenstände macht sie für uns attraktiv. So gleicht es sich aus.
6. Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
Eine solche Aktion könnte in ähnlichem Rahmen durchgeführt werden. Die Regeln müssen jedoch mit den Kindern im vornherein ganz klar abgemacht werden (es dürfen nur 5 Gegenstände mitgenommen werden, die Gegenstände müssen sauber, funktionstüchtig und gut sein, etc.). Das Problem sehen wir darin, dass die schnelleren Kinder die attraktiveren Gegenstände ersteigern können. Da sollte man als LP darauf achten, dass auch die schüchternen Kinder zum Zug kommen. Alle Kinder müssen am Schluss zufrieden sein. Ansonsten finden wir es ein spannendes Projekt zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung.
Montag, 4. Juni 2007
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