Bis zu der Vorlesung von Frau Frischknecht im Modul Mensch und Umwelt 4. Sem. zum Thema „Agenda 21“ habe ich noch nie etwas davon gehört. Interessiert habe ich mich dann dazu vertieft und gemerkt, dass die Agenda21 Handlungsmöglichkeiten von Schulen vorschlägt und Akzente setzt. Sie gibt Massstäbe vor, verhilft zu Einsichten und regt zum Handeln an. Die Agenda21 appelliert an den Menschen für ein verantwortliches Leben für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Ich bin begeistert von dieser Initiative. Endlich einmal etwas Konkretes. Alle reden eigentlich davon, dass etwas getan werden muss für unsere Ökologie und hier haben wir nun etwas Greifbares. Bei diesem Projekt hat man etwas gewagt, die Finger in eine brennende Wunde gelegt. Den Mut, der die Initianten hatten, bewundere und schätze ich sehr.
Agenda21 zeigt mir Einstiegsvarianten, die ich mit meiner Klasse weiterentwickeln kann. Mit den Leitideen kann ich bei den Kindern den Wissensdurst fördern und fordern. Den Kindern wird durch die Auseinandersetzung mit Kernthemen der Kontrast zwischen verschiedenen Lebenswelten bewusst. Es erfolgt ein Verständigungsversuch zwischen differenten Welten. Die Kinder sind so neugierig. Ich bin überzeugt, dass sie sich von Kernelthemen wie Armut, Ernährungsunsicherheit, Beeinträchtigung natürlicher Ressourcen, Instabilität und Konflikte von der Agenda21 begeistern. Alle Themenfelder verhelfen den Kindern, Wissen anzueignen und den Sinn zu verstehen. Genial finde ich, dass die Themen für jedes Alter und zu jedem Zeitpunkt geeignet sind. Die absolut wichtigen Themen der Beschleunigung von nachhaltiger Entwicklung sind zentral. Ich finde, dass sie behandelt werden müssen. Projekttage bieten meines Erachtens eine sehr gute Möglichkeit dafür. Dabei sollte klassenübergreifend oder gar schulhausübergreifend gearbeitet werden. Wichtig ist, dass das Team zusammenarbeitet, einander unterstützt und anregt. Toll fände ich ein Projekt, das mit der ganzen Gemeinde durchgeführt werden könnte, ähnlich wie das Projekt „Die Wette“. Diese Wette finde ich absolut spitze. Gemeinsam haben die Menschen etwas bewirkt und in einer kurzen Zeitspanne gezeigt, dass jeder einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Ganz toll ist die Idee, pro Schulhaus ein greenteam zu haben oder eine amnesty international- Gruppe, die sich ganz speziell mit verschiedenen Themen beschäftigt.
Ich persönlich würde mir für das Schulzimmer eine Themenkisten anschaffen, um exemplarisch damit zu arbeiten und einen doppelten Bezug zur globalen Welt herzustellen. In der Arbeit mit der Agenda21 mit einer Klasse ist es wichtig, dass man dokumentiert, evaluiert, das soziale Umfeld einbezieht und erste Schritte wagt. Die Kommunikation zwischen Menschen in Schulen ist für mich Perspektive der Zukunft. Dafür bedarf es an intensiverer Pflege von Welt- Bewusstsein, die ich in der Schule insbesondere fördern kann.
Jeder Mensch, jede Familie, jede Organisation, jedes Unternehmen und jede Regierung spielt eine entscheidende Rolle, die möglichst von allen pflichtbewusst wahrgenommen werden sollte.
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2 Kommentare:
In deinem Text sagst du über die Agenda 21: „Sie gibt Massstäbe vor, verhilft zu Einsichten und regt zum Handeln an.“ Ich gebe dir Recht, dass sie gute Vorschläge und Ideen liefert, aber wo bleiben die Taten? Wo das Handeln? Wo bleiben die gewünschten Resultate?
Es nützt uns nichts, wenn wir eine gute theoretische Grundlage haben, jedoch nicht handeln.
Woran hapert es, dass die Brücke zwischen Theorie/ Ideen/ Vorschläge und dem Handeln aufgebaut werden kann? Liegt es an unserem Interesse, Engagement oder einfach an unserer Faulheit etwas zu ändern?
Ich kann diese Frage nicht eindeutig beantworten, jedoch denke ich, dass viele Faktoren dabei mitwirken. Jedoch einen Schritt in die richtige Richtung gehen wir bereits, in dem wir darüber nachdenken, wie wir Nachhaltigkeit in den Unterricht einbauen können und somit Wissen und Engagement an die nächste Generation weiter geben können.
Man merkt, dass du dich gut mit dieser Thematik auseinandergesetzt hast und bereit dazu bist, dich dafür einzusetzen. Ich denke es ist auf jeden Fall eine spannende Thematik für eine Klasse, aber bedeutet auch eine grosse Herausforderung für dich als Lehrperson. Vor allem dann, wenn das Projekt sogar schulhausübergreifend umgesetzt wird. Da geht es in erster Linie darum, dich dafür einzusetzen und deine Begeisterung weiterzugeben. Ich bin überzeugt, dass du dies sehr gut machst und finde dein Interesse absolut genial.
Ich wünsche dir viel Vergnügen mit dieser Thematik und wer weiss, vielleicht schau ich mal in einer Schulstunde vorbei!?
Nicole Hobi LGC04
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