Freitag, 25. Mai 2007

I like the mountains....

Die Übung, die Natur bewusst wahrzunehmen muss ich nicht über Pfingsten machen, denn ich mache das sowieso schon regelmässig. Ich gehe sehr gerne wandern und etwas dabei, dass ich am liebsten tue ist mich auf eine Wiese zu legen und vor mich hin zu dösen. Ich betrachte dabei die Wolken, wie sie über den Himmel ziehen und was für Formen sie haben. Manchmal betrachte ich die einzelnen Grashalme, wie sie sich im Wind hin und her bewegen. Andere Male betrachte ich die Berge, und versuche vor meinem inneren Auge ihre Konturen nachzuzeichnen. In solchen Momenten fühle ich mich klein und unbedeutend, als einen Teil der Natur der nicht weniger oder mehr zu leisten hat als irgendein anderer. Dies ist durchaus ein gutes Gefühl. Stress und Sorgen, die mich manchmal zu erdrücken drohen, scheinen mir plötzlich klein und unbedeutend. Es ist ein gutes Gefühl und die Natur lässt mich Dinge mit Abstand betrachten, wie es sonst vielleicht gar nicht möglich wäre.

Einige Gedichte oder Aussagen, die ich treffend finde. So sehe ich die Alpenwelt:

Hier kannst du leben, genesen, in würziger Bergesluft.
Geniessen, vergessen, vergeben, bis Pflicht zu Tal dich ruft.

„Je ne sais quoi de magique, de surnaturel, qui ravit l’esprit et les sens.“ Rosseau beim Anblick der Walliser Berge.

Ich muss wohl kaum weiter ausführen, was für eine grosse Bedeutung die Natur für mich hat und das ich mich sehr mit ihr verbunden fühle. Ein Leben ohne diese Naturerfahrungen ist für mich unvorstellbar.

7 Kommentare:

bionina hat gesagt…

Bei deinem Blog hab ich mich selbst schon auf der saftigen Alpwiese liegen sehen....leider bin ich aus dieser Fantasiereise schon wieder aufgewacht!
Ich könnte mir auch kein Leben ohne die kraftspendenden Momente in der Natur vorstellen. Dort gelingt es mir wirklich, den Alltag einmal hinter mir zu lassen und einfach nichts( ist nicht einfach!) zu denken!

Rebi B. hat gesagt…

Es ist eigentlich schade, wenn man extra darauf hingewiesen werden muss, die Natur wirklich einmal bewusst wahrzunehmen. Ich tue dies viel zu wenig, obwohl ich oft mit unserem Hund in der Natur unterwegs bin. Wenn ich alleine spazieren gehe, überlege ich meistens Dinge, die mich im Moment beschäftigen. Viel besser würde ich einmal die Natur geniessen und an nichts denken. Leider ist dies in der heutigen modernen Welt viel schneller gesagt als getan.

Ganz so schlimm bin ich aber dann doch nicht. Wie du beschreibst, geniesse auch ich es, einfach einmal in eine Wiese zu liegen und die Wolken zu beobachten. Manchmal sehe ich so wunderschöne Bilder und sogar Figuren können erkannt werden. Ich mag es auch, in der Nacht in den Himmel zu schauen und die Sterne zu begutachten. Am schönsten ist dies, wenn man nebenan noch das Meer oder den See rauschen hört *träum*…

Wichtig finde ich, dass wir diese Chance nutzen und den Kindern in der Schule weiter geben. Ich habe mir fest vorgenommen, den Schülerinnen und Schülern oft die Zeit zu geben, sich mit der Natur auseinander zu setzen. Sei es auf einer Wiese beim Sträusschen machen, im Wald beim entdecken oder am Fluss beim experimentieren!!

Yvonne hat gesagt…

Die Momente, die du beschreibst, schätze ich auch. Es gibt kaum ein Tag, an dem ich nicht kurz hinaus in die Natur gehe. Sie ist jeden Tag, zu jeder Zeit anders und neu. Die Natur als unseren Lebensraum unseren Schülerinnen und Schülern immer wieder bewusst zu machen ist für mich als angehende Lehrerin ganz wichtig. Leider ist dieses Bewusstsein nicht mehr selbstverständlich. Die Gewalt der Natur bekommen wir zwischendurch zu spüren, aber die stillen Schönheiten können leider leicht vergessen gehen.

Aerdna hat gesagt…

Natur ist für mich auch sehr zentral, denn ich bin unmittelbar in ihr aufgewachsen. Ich liebe es drauss tagzuträumen. Zur Natur gehören natürlich auch unsere Berge, die ich um keinen Preis, zum Beipsiel mit dem Meer, mit etwas tauschen würde.
Die blühende Natur hat seit einigen Jahren aber auch einen mühsamen Aspekt für mich mit sich gebracht. Gestern war ich in Romanshorn Minigolfen. Nach zwei Studen sah ich dank Wind und wattierten Weidesamen kaum noch aus meinen Augen und strapazierte die örtlichen Abfalleimer mit Tonnen von Papiernastüchern. Wie ich die Natur liebe!
Andrea Fahr, LG04B

steifresser hat gesagt…

Mir geht es genau gleich wie dir. Ich brauchte das Blogthema nicht, um in die Natur zu gehen und sie bewusst wahrzunehmen. Trotzdem hat dieses Blogthema mir geholfen, mich einmal ganz bewusst darauf zu konzentrieren, was mir an und in der Natur so gut gefällt.

Nicci hat gesagt…

Ich weiss, wie wichtig für dich die Natur ist und bewundere, wie intensiv du diese geniessen kannst. Mir fällt dies manchmal etwas schwer. Denn um die Natur wirklich geniessen zu können, muss ich "unbelastet" sein. Denn ansonsten studiere ich die ganze Zeit herum und kann meine Umgebung nicht geniessen. Einfacher wird es, wenn ich etwas weiter weg fahre. Dann erhalte ich den nötigen Abstand und kann besser abschalten.
Ich habe es auch schon erlebt, dass ich nach draussen gegangen bin und der Erfolg abzuschalten sehr ernüchternd war. Dies hat mich dann entmutigt und die Überwindung es wieder zu tun, ist gewachsen. Deshalb fehlt mir oft der Ansporn alleine meine Sachen zu packen und nach draussen zu gehen. Ich brauche dazu jemanden der mir einen "Schupf" gibt.

Nicole Hobi LGC04

starsky hat gesagt…

Deinen Blogg zu lesen war wirklich schön, es kam so von Herzen was du geschrieben hast. Ich bin auch gerne draussen, aber oft bei uns zu Hause. Der Grund ist ziemlich einfach, wir wohnen direkt an einem Naturschutzgebiet und wenn ich mich auf unseren Sitzplatz setze und einen Kaffee oder so trinke, dann schaue ich über dieses Gebiet und sehe die Berge. Das spendet mir Kraft und ich geniesse die frische Luft. Aber ich glaube nach deienm Blogg muss ich unbedingt mal wieder etwas weiter weg gehen und mich in eine Alpenwiese legen....

Selina Weber LGA04