Montag, 23. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Vorerst möchte ich auf Veränderungen in meiner Umgebung aufmerksam machen. Ich tue dies, weil wir heute Morgen über das Aussterben gewisser Tier- und Pflanzenarten, sowie veränderte Lebensräume thematisiert haben.

Beim gemütlichen Abendessen an einem sommerlichen Frühlingstag, wurde die friedliche Abendstimmung nicht durch schönes Vogelgezwitscher bereichert, sondern durch das ständige Krächzen von Raben gestört. Nun dann, wenn diese Raben schon immer da gewesen wären, würden sie zu einem Abendessen wie dem heutigen dazugehören. Aber ich weiss mit Sicherheit, dass diese Vögel erst seit kurzer Zeit so häufig sind bei uns. Dafür habe ich Gartenrotschwänzchen seit einiger Zeit nicht mehr bei uns im Garten gesehen. Wurde ihr Lebensraum zerstört, ihre Nische?

Vorallem im Dorfkern, wo wir leben, mussten (?) viele Bäume und Sträucher pflegeleichtem Rasen weichen. Ich konnte Jungvögel beobachten, die keine Anflugsstelle von ihrem Nest aus mehr hatten und somit den zahlreich vorhandenen Katzen, die am Boden warteten, praktisch ins Maul flogen.

In unserem Quartier hat es einen grossen Garten, den mehrere Quartiersanwohner bepflanzen. Daneben ist ein kleine Wiese mit Bäumen, welche zur Zeit wieder in ihrer vollen Blütenpracht stehen.

Dieser kleine grüne Fleck bietet folgendes:

  • Ökologisch gesehen bieten die Bäume Nistmöglichkeiten und vor allem im Sommer vermindern sie die Hitzebildung.
  • Ökonomie: Der Boden ist aus wirtschaftlicher Betrachtsweise schlecht genutzt.
  • Für das Quartiersleben erfüllt dieser Garten eine wichtige soziale Funktion. Man trifft sich dort und spricht miteinander.

Nun was will jetzt die Gemeinde, die diesen Boden gekauft hat, damit anfangen? Sie will daraus Parkplätze machen. Es gibt ja wohl nichts, dass weniger attraktiv ist als Parkplätze! Nun dann, ich hoffe, das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen.

Was mir ansonsten vor allem in den letzten Tagen immer wieder aufgefallen ist in den Medien, sind die hohen Ozonwerte. Es ist wichtig, dass wir diese besser in den Griff bekommen.

  • Ökologisch gesehen stellen dies ein Problem für die Umwelt, hauptsächlich auch für uns Menschen dar.
  • Ökonomie: Wie kann man die Ozonwerte verbessern? Wie kostenintensiv sind diese Massnahmen?
  • Soziales: Kommt es soweit, dass Menschen die stark negativ auf Ozonwerte reagieren nicht mehr aus dem Haus können und sich dies somit negativ auf ihr Sozialleben auswirkt?

Nachhaltige Entwicklung könnte man als DAS zentrale Theam weltweit betrachten, denn es gibt nichts wichtigeres für unsere Generation wie für die kommenden.

3 Kommentare:

baumnuss hat gesagt…

Ich bin ganz Deiner Meinung. Viel zu oft wird die Natur von uns Menschen zerstört, was die Vernichtung oder Vertreibung von gewissen Tierarten zur Folge hat. Viel zu wenig wird jedoch darüber nachgedacht, was wir zur Erhaltung und Verbreitung dieser Arten leisten oder beitragen können. Diese Denkweise wird für uns fatale Folgen mit sich bringen. Es beängstigt mich darüber nachzudenken, was getan werden sollte und was wir momentan tun, denn dies steht in keinem Verhältnis zueinander! Ich denke, dass wir viel zu wenig in Richtung "Nachhaltige Entwicklung" unternehmen und dafür eines Tages die Konsequenzen tragen müssen. (Wenn dies nicht bereits schon eingetreten ist!)

Sabrina Gort LGC 04

MaMo hat gesagt…

Deine Aussagen über das Artensterben in der Schweiz haben sehr viel Wahres dran.
Besonders ist das Artensterben in der Schweiz bei den Vögeln zu beobachten. Bienenfresser, Auerhühner oder Fischreiher stehen auf der Roten Liste ganz weit vorne und werden in den nächsten Jahren von der Landkarte verschwunden sein - ergreifen wir nicht bald konkrete Massanahmen. Dies nimmt man zwar zur Kenntnis, doch es klafft eine riesige Lücke zwischen aufgestellten Textstellen und tatsächlichem Handeln. Gewisse Nischen scheinen wie du sagst tatsächlich verloren gegangen zu sein! Da bin ich auch deiner Meinung. Die Frage stellt sich hier automatisch, wer denn schuldig ist! Sicherlich sind wir Menschen hauptverantwortlich. Gruppierungen, Indivduen, Medien oder politische Organe stehen in der Pflicht. Es bringt aber nichts, ständig mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen. Vielmehr sollte man sich gemeinsam an den Tisch setzen um nach Lösungen zu suchen und diese dann auch umzusetzen.

MaMo, LG F04

Nicci hat gesagt…

Ich kann sagen, dass mir am Wochenende etwas ganz ähnliches passiert ist. Auch ich sass auf der Terrasse und erschrak über einen riesengrossen Raben, der in unmittelbarer Nähe auf dem Rasen landete. Bis dahin hatte ich das noch nie erlebt.
Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, dass dies nicht unbedingt ein Zufall ist. Denn wie du bereits gesagt hast, ist es möglich, dass der Lebensraum anderer Vögel zerstört wurde. Vielleicht durch den Raben? Da schliesslich sich die Frage an: Wurde der Rabe womöglich aus seinem Lebensraum vertrieben und hat sich daher einen neuen gesucht? Dies würde nämlich wie ein Domino wirken...eines führt zum andern!
Ich frage mich deshalb ständig: Wohin führt das? Zerstört die Menschheit die verschiedenen Lebensräume? Ich denke die Auswirkungen werden sich in einigen Jahren zeigen und dann müssen wir die Konsequenzen tragen...

Nicole Hobi LGC04